Opoeteren-2009-08-16 10-42-15Heute fand der 13. Oeterdal Marathon statt. Thomas K. und Werner K. (weder verwandt noch verschwägert) reisten aus Brüggen und Wegberg an, Werner G. und André aus der Aachener Ecke und ich war der einzige Vertreter der Heinsberger Gilde.

Wir trafen uns so früh, dass es für Lutz und Daniela und die Omerbacher ZU früh war. Sie wollten später starten. Es wurden Streckenlängen von 25, 40, 75, 100 und 115 Kilometer angeboten. Bei dieser Veranstaltung habe ich einiges verloren, daher auch der Titel.

Opoeteren-2009-08-16 09-40-51Als erstes haben wir den Sonnenschein verloren. Als ich über die belgische Grenze fuhr, schoben sich Wolken vor die Sonne und wir haben die Sonne auch nicht mehr bis zur Rückreise gesehen. Trotzdem war es schön warm und trocken.

Kurz nach dem Start verloren wir Thomas K. und Werner K.. Ob es damit zusammenhing, dass die beiden die längsten Streckenlängen wählen wollten, weiß ich nicht so genau. Auf jeden Fall hatten wir noch keinen Kilometer zurückgelegt und schon war von den beiden nur noch eine Staubwolke in weiter Entfernung zu sehen. Wir haben sie übrigens auch bei den Verpflegungspunkten nicht wiedergesehen.

Ein paar Kilometer später musste Werner G. abreißen lassen. Wir fanden nach unserer Rückkehr zum Auto einen Nachricht von ihm, dass er sich heute auf eine der "Rentnerrunden" beschränkt hat. Also auch er verloren.

So fuhren André und ich zusammen. Es stellte sich schnell heraus, dass wir etwa bei der gleichen Geschwindigkeit unser Wohlfühl-Tempo gefunden hatten. 

Opoeteren-2009-08-16 10-20-31Als nächstes haben wir die Orientierung verloren. Die Veranstalter hat die Strecke so gelegt, dass sie kreuz und quer durch das große Waldgebiet führte. Von einigen kleineren Steigungen abgesehen, summierten sich nicht ganz so viele Höhenmeter, mal von den etwas längeren, aber dafür umso steileren Uphills im Mijn-Terrill (= 4 Halden in einem ehemaligen Kohleabbau-Gebiet) abgesehen. Trotzdem kosteten die vielen Kurven jede Menge Körner. Ihr könnt euch das in etwa so vorstellen: Trail von maximal einigen hundert Meter Länge > rechtwinkliger Abzweig > abbremsen > um die Kurve lenken > wieder antreten > nächster Trail > Abzweig > abbremsen > lenken > antreten usw.. Glücklicherweise gab es die eine oder andere Forstautobahn und wenn auch wenige Asphaltstücke zum Ausruhen. Trotzdem habe ich nie gewusst, wo ich eigentlich bin.

Und nach 70 Kilometern in einem Tempo, das zumindest bei mir im oberen für mich möglichen Bereich lag, hatten André und ich auch schließlich auch noch alle Körner verloren  und unsere Beine waren komplett leer. So beschlossen wir, es heute bei der 75iger-Runde zu belassen. Opoeteren-2009-08-16 10-35-46

Müde und ausgepumpt erreichten wir wieder das Ziel, reinigten unsere Räder und verabschiedeten uns. Thomas K., Werner K. und Werner G. werden sicherlich in den Kommentaren ihre persönlichen Eindrücke schildern. Mal sehen, ob sie sich genauso verloren vorgekommen sind wie ich. 

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