Thomas-EupenLeider (?) musste ich Thomas die Randonee in Eupen am 14. April 2008 alleine fahren lassen, weil ich einen Nerv in der linken Schulter eingeklemmt hatte. Lest, wie es ihm im Schlammwunderland ergangen ist.

Hallo Reinhard,

sei froh, dass Du nicht mitgekommen bist.  Das war so in etwa wie in Gulpen .  Mit dem kleinen Unterschied, dass von oben laufend Wasser dazu kam ;-)   Ich würde sagen, dass waren die Grenzen des Rigid.  Die Bremsen haben Gott sei Dank trotz des ganzen Matsches durchgehalten.  Mit dem Juke und der Sommerbereifung wäre ich aber völlig aufgeschmissen gewesen.  Insgesamt war auf der 60er Runde nicht viel los.  Kurz vor der zweiten Verpflegung bin ich mit einem Pulk Belgiern zusammen gefahren.  In der Matschabfahrt sind die alle an mir vorbei und im Anstieg hat einer von ihnen mitgezogen und wir haben uns dann etwas unterhalten.  Kurz danach war die zweite Verpflegung (an der ersten Verpflegung waren wir zu zweit!) und wir haben uns noch etwas ausgetauscht.  Ich hatte insgesamt den Eindruck, dass der Schlamm (und es war für unsere Verhältnisse extrem - viel schlimmer als letzte Woche in Brunssum) für die Jungs das Normalste auf der Welt war.  Spass hat es dann wieder gemacht, als die kleineren Runden auf die große Runde trafen - natürlich wieder an den Anstiegen ;-)
Fazit: Für die Abfahrten wären heute Scheibenbremsen anzuraten gewesen.  Mit den V-Brakes war das ein ganz schöner Eiertanz.  Ein Fully (oder wenigstens eine Federgabel) wären auch ganz nett gewesen.  Das (teure) Material hätte aber extrem gelitten.  Und wie immer - die (guten) Belgier sind uns über.  Das wussten wir aber auch schon vorher.


Es waren trotz zwei Verfahrern ziemlich genau 60km.  Der zweite Verfahrer hat weh getan, da ich am Ende eines langen Anstieges feststellen musste, dass oben keine Pfeile mehr waren.  Und wie ich später in Google Earth gesehen habe, hätte ich ein wenig abkürzen können, wenn ich nur ein kleines Stück weiter gefahren wäre.  Das schlimme daran ist, dass mir auf dem Weg runter ein Fahrer entgegen kam.  Also bin ich mit dem das Ding dann nochmal hoch.  An so einer Stelle glaubt man einfach nicht, dass man unten einen Pfeil übersehen hat.  War aber so.
Höhenmeter?  Fehlanzeige  Nach den ersten km haben sich die Löcher für den Höhenmesser auf der Rückseite vom Edge zugesetzt.  Ist schon frustrierend, wenn Du Steigungen am Limit fährst und das Drecksding (im wahrsten Sinne des Wortes) zeigt 0% Steigung an ;-)

Den ganzen Nachmittag habe ich gebraucht um (zweimal) zu Duschen (meine Beine sind immer noch nicht 100% sauber - der lehmige Dreck klebt wie Kaugummi), etwas zu Essen und alles wieder sauber zu kriegen.  Ich habe beschlossen, dass die Schlammjahreszeit jetzt vorbei ist!  Meine Überzieher fallen auseinander und ich kaufe pro Saison nur ein Paar ;-)

Gruß und einen schönen Wochenstart
Thomas