MMM3_29.04.2007_12-12-16Es werden immer mehr .... Am 29. April 2007 trafen wir uns  mit 9 Bikern, um eine anspruchsvolle  Runde rund um den Rursee in Angriff zu nehmen. Auch diesmal sollten es insgesamt wieder ca. 100 Kilometer werden, denn MMM heisst ja MTB-Heinsberg-Mega-Miler. Dazu sollten erschwerend noch ca. 1.500 Höhenmeter kommen. René hatte uns ein individuelles Ründchen zusammengestellt, das die Highlights der Region enthielt.  Mit einem Tag Abstand und nachdem das Laktat sich etwas aus der Muskulatur zurückgezogen hat, kann ich ohne etwas vorwegzunehmen sagen: "Es war einfach nur eine geile Tour!" Danke, René und zu Gegenleistungen sind wir gerne bereit. Übrigens, wer beim Nachzählen nur auf 8 Biker kommt. Thomas fehlt, der musste mal wieder Trails erkunden.

 

Die Biker kamen aus allen Himmelsrichtungen: Jochen aus der Nähe von Aachen, Thomas aus Brüggen, Tommy aus Mönchengladbach, Bernd aus Kleingladbach, Markus aus Holzweiler, Alois aus Keyenberg, er brachte Sascha aus dem Bergischen mit und aus Dremmen Guido und ich. Also ein bunt gewürfeltes Trüppchen. Es stellte sich aber schnell heraus, dass es zwar Leistungsunterschiede gab, aber nicht so ganz große und vor allem das Trüppchen gut harmonierte. 

MMM3_29.04.2007_09-04-54Frühes Aufstehen war angesagt, denn um 7:30 Uhr brachen wir in Dremmen auf, um die Rurtalbahn um 8:25 in Linnich pünktlich zu erreichen. Von dort fuhren wir bis Düren. Am Bahnhof erwarteten uns noch einige, die direkt mit dem Auto gekommen waren. Beim Einrollen, den RUR (Ruruferweg) hoch wurde schon so mancher Flachs gemacht und man lernte sich näher kennen. Und dann begannen ab Obermaubach die Trails.  Dummerweise achteten wir anfangs nicht  genau auf unsere 3 GPS-Geräte und nahmen einen falschen Abzweig und so fuhren wir nicht, sondern kletterten mühsam nach Rath hoch. MMM3_29.04.2007_10-29-07Ab Rath waren wir uns dann nicht ganz klar darüber, ob wir den Weg links, der anscheinend oben blieb oder die tolle Abfahrt, die uns so anlachte, nehmen sollten. Wir entschieden uns (natürlich) für die Abfahrt und wurden dafür bitte bestraft, denn wir landeten wieder an der Rur und mussten uns dann zur Burg Nideggen meist schiebenderweise (nur die Harten fuhren) hochkämpfen. Ortsausgang Nideggen trafen wir dann wieder auf René's Track. Um es vorwegzunehmen: Das blieben die einzigen schwerwiegenden Verfahrer der ganzen Tour.

 

MMM3_29.04.2007_11-15-32Zwischen Nideggen und Abenden gab es dann wieder einen tollen Trail. Einige (dem Hörensagen nach Alois und Sascha) sind alle Spitzkehren tatsächlich gefahren. Hut ab! Dafür reicht meine Technik einfach nicht aus. Danach gings den langen Anstieg nach Schmidt hoch und wir genossen den tollen Ausblick von der Hubertushütte hinab auf den Rursee. Von dort aus steil runter zum Rursee und danach eine ganze Zeit am Ufer entlang. Hier konnten wir uns etwas ausruhen, bis René uns wieder zum Hirschley hinaufschickte. Warum er das getan hatte, wurde uns klar, als die äusserst technische Abfahrt vom Honigberg plötzlich vor uns auftauchte. Auch hier schafften es natürlich wieder noch die üblichen Verdächtigen im Sattel zu bleiben.MMM3_29.04.2007_13-23-37

Mittlerweile war es 13:00 Uhr geworden und die meisten litten unter einem extremen Leeregefühle in der Magengegend. Wir fanden ein nettes Café, auf dessen Aussenterrasse gerade 9 Plätze frei wurden und stillten dort Hunger und Durst. Danach fühlten wir uns fit genug für die verbleibenden 25 Kilometer. Zuerst weiter am Ufer des Rursees durch Woffelsbach. Dort wartete dann der vorletzte lange Anstieg auf uns. Mittlerweile waren bei einigen doch schon trotz der vorangegangenen Stärkung die Kräfte weniger geworden  und der durchschnittlich 14%ige Anstieg tat richtig weh.  Von Klaus nach Schmidt ging es dann eher moderat bergan. MMM3_29.04.2007_15-24-18Ab Kommerscheidt wartete dann wieder ein toller Downhill runter zur Mestrenger Mühle auf uns. Kurz vorher hatte Tommy die einzige Panne der gesamten Tour. Unser Transalp Challenger (wer nicht weiß, was das ist, kann es hier nachlesen ) Loisl bewies auch hier, wie schnell ein Profi das erledigt hat.

Zum Schluß wartete noch der quälend lange Anstieg nach Branderberg auf uns. Auch diesmal bewies Loisl wieder seinen tollen Teamgeist. Als einer der stärksten Fahrer unserer Gruppe rollte er von Branderberg nochmals zurück zu den Zurückgebliebenen, deren Kräfte jetzt wirklich zu Ende waren und motivierte sie, alle Kraftreserven zu aktivieren, um schließlich doch noch oben anzukommen. MMM3_29.04.2007_16-09-00Als Belohnung gab es dann für alle noch einen sagenhaften Trail, nämlich den Dresbachtrail runter nach Obermaubach. Von dort nahmen bis auf Jochen, der mit dem Rad Richtung Aachen fuhr und Alois und Sascha, die den Ruruferweg nach Hause fuhren (nochmal ca. 70 Kilometer oben drauf!!! Ich glaube, ich wäre in Düren vom Rad gefallen) den Zug Richtung Düren und Linnich. Von Linnich mussten wir dann mit laktatgefüllten Beinen wieder auf's Bike und erreichten nach 13 Kilometern um 18:30 wieder unser zu Hause. Dann noch duschen und die Energievorräte auffüllen und einige Stunden später dann nur noch wie ein Stein geschlafen.

Wie gut es allen gefallen hat, zeigen am besten einige Zitate und Reaktionen.

  • "Warum eigentlich die weite Anreise zum Gardasee. Hier kann man doch ähnlich gut biken"
  • "Die bisherigen MMM waren alle gut, aber das war die bisher beste "
  • "Gut, dass ich mein GPS dabei hatte. Das fahre ich bestimmt noch mal"

Zwei Dinge werden mir besonders in Erinnerung bleiben.

1. wir durften wieder besonders schöne Waden entdecken. Beim vorigen Mal war es Jochen mit seinen Power-Waden und diesmal Sascha. Hier der Vergleich:

Jochen Sascha 

MMM3_29.04.2007_11-28-022. Auf einem der Trails kam uns eine ca. 30köpfige Gruppe von Wanderern entgegen. Wir warteten brav, bis alle vorbei waren. Das ganze ging so entspannt und mit vielen netten Worten von beiden Seiten über die Bühne, dass man es fast schon als Musterbeispiel für ein faires Miteinander auf den Trails bezeichnen kann. Danke nochmals an unbekannte Adressen. 

 

Kommentare powered by CComment