Sophie-20110924_09-56-40UPDATES am Schluß des Berichts. Vor einigen Wochen schwärmte Manni mir von einem Flowtrail auf der Sophienhöhe vor. Seine GPS-Aufzeichnung hatte er dazugepackt. Außerdem hatte ich einen Track von Marc, der die Sophienhöhe zu seine MTB-Heimat-Locations zählt, bekommen. Daraus bastelte ich einen neuen GPS-Track und den bin ich heute gefahren. Normalerweise fahre ich die Sophienhöhe, um ein paar Höhenmeter zu sammeln und fürs Herz. Singeltrails hatte ich bisher auf der Sophienhöhe selbst kaum entdeckt.  Ja, in den kleinen Wäldchen am Fuß gibt es welche, aber auf der Sophie selbst waren die bisher Mangelware. Das sollte heute anders werden, aber dazu später mehr.

Kurz hinter Güsten fuhr ich die ersten beiden Anstiege hoch. Dann folgte ein langer flacher Abschnitt. Anfangs hatte den eine grobstollige Maschine ziemlich verunstaltet, später rollte es aber besser. Immer am Rand des Tagebaus entlang sammelte ich weitere Höhenmeter bis ich schließlich das neue Wetterradar erreichte. Bis hier hin war noch alles normal, eben "nur" fürs Herz. Von oben aus ging es dann natürlich wieder abwärts. Ein paar hundert Meter weiter stoppte ich für ein paar Aufnahmen vom großen Loch. Kurze Zeit später führte mich Mannis Track dann plötzlich links auf einen fast zugewachsenen Weg, der sich in der Folge als Doppel-Singletrail, der aber nur auf einer Spur fahrbar war, herauskristallisierte. Nach einigen kurzen Up- und Downhills ging es dann aber nur noch mit einstelligem Gefälle abwärts. An vielen Stellen hatte das Gras den Trail schon ziemlich zugewuchert. Stellenweise war er wirklich nur noch als dünne Linie zu erkennen. Aber die nassen Füße durch das feuchte Gras merkte ich gar nicht mehr. Immer weiter und weiter führte der Trail ohne große Schwierigkeiten, aber dafür mit einem Wahnsinns-Flow. Nach 3,5 Kilometern und Vernichtung von ca. 150 Höhenmetern landete ich mit einem sehr breiten Grinsen auf der asphaltierten Zufahrtsstraße zum Tagebau. Leute, fahrt den Trail, damit er nicht zuwächst! Es lohnt sich! Die ersten werden sich eventuell nasse Füße holen (so wie ich), aber die danach folgenden werden es ihnen danken.

Sophie-20110924_10-25-16Danach ging es wieder auf breiten Wegen hinauf zum See und als krönenden Abschluß die Schußfahrt die Rodelbahn runter. Wieder am Fuß der Sophienhöhe angekommen, nahm ich natürlich noch das meiste von den bekannten Trails mit. Erfreut stellte ich fest, dass im Stetternicher Wald inzwischen aufgeräumt wurde und man "die Kuh wieder richtig fliegen lassen" konnte. Der Rückweg nach Hause mit Wind im Rücken lief dann richtig gut. Aber der Flowtrail auf der Sophienhöhe ist und bleibt das heutige Highlight. Fahrt ihn, solange es ihn gibt!

Lasst euch inspirieren von den Bildern

Sophie-20110930_09-45-31UPDATE 30.09.2011: Auf meine Flowtrail-Tour hatte ich unter anderem folgende beiden Reaktionen bekommen:

TaT-2-Junkie schrieb im MTB-News-Forum:
Wenn ich mir deine GPS-Daten so angucke, reigi, ist es genau der Trail den wir auch fahren...
Da wir heute nach der langen Abfahrt noch hoch zum Mammutwald, den kürzeren Trail, Rodelberg und die Trampelpfade am Fuße der Sophienhöhe gefahren sind habe ich die Tour heute mal aufgezeichnet. 

Und Joe mailte mir:
O-Ton Reinhard zum Sophie-Trail:

Leute, fahrt den Trail, damit er nicht zuwächst! Es lohnt sich! Die ersten werden sich eventuell nasse Füße holen (so wie ich), aber die danach folgenden werden es ihnen danken.

Bin natürlich der Aufforderung gefolgt und habe für die Nächsten die Sense mitgenommen  Fakt ist, es gibt keinen Trail mehr, die gesamte Strecke ist gemäht worden  . Es kann also drei Tage aus Kübeln schütten und es gibt keine nassen Füße mehr. Für alle die selbst mal schauen möchten ein Tipp für die Auffahrt: Am Rettungspunkt 23 nicht Reigis Track folgen und geradeaus fahren sondern rechts hoch, sonst wird es schlammig und holperig.

Update 15.3.2018: Leider existiert der Flowtrail nicht mehr 

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