ML-Rureifel-20110718_12-51-49_exposureManuel hatte vorige Woche seine letzten Prüfungen abgeschlossen und danach etwas Zeit, ich hatte Urlaub. Was lag da näher, als einen kompletten Tag auf dem Bike zu verbringen. Inspiriert durch meinen Text zur Tour de Rur schlug Manuel vor, doch einfach mal mit dem Bike den Zug bis Aachen zu nehmen und dort zu starten. Da bot sich doch eine weitere Erkundung der Eifel an. Allerdings unter 1 Voraussetzung. Wir wollten den Rückweg per bike schaffen. Da durfte die Eifeltour also maximal ca. 50 Kilometer lang werden. Welche Hauptwanderwege kamen denn dafür in Frage? Der mit der Nummer 10 "Krönungsweg" führt von Aachen bis nach Bonn, der 10b "Hürtgenwaldweg" von Zweifall bis Obermaubach. Teile davon mit ein paar bekannten Trails garniert, das konnte doch eine schmackhafte Bike-Tour werden. Die Planung ergab 46 Kilometer Länge von Aachen (durch das Münsterländchen) bis Obermaubach (Rureifel). Der RurUferWeg "RUR" von Obermaubach aus bis Dremmen hat 58 Kilometer, ergab zusammen 104 Kilometer. Dazu dann die Anfahrt zum Bahnhof Geilenkirchen mit ca. 13 Kilometern, also insgesamt knapp 120 Kilometer. Das dürfte doch zu schaffen sein. Und wenn die Kräfte uns nach der Eifelquerung verlassen würden, konnten wir ja auch noch in Düren in den Zug steigen und ca. 30 Kilometer bis Linnich mit der Rurtalbahn absolvieren.

UPDATE: Joe, unser berühmt berüchtigter Langstreckenbiker hat seinem Ruf mal wieder alle Ehre gemacht und  die Tour ab Overhetfeld komplett mit dem Bike absolviert. Er ist so auf ca. 200 Kilometer gekommen. Seinen Bericht und einen Link auf seine Bilder findet ihr im Anschluß an unseren Originalbericht.

 

ML-Rureifel-20110718_13-13-49_exposureML-Rureifel-20110718_10-32-21_exposureDas Wetter sagte zwar für heute für den Nachmittag ein paar Tropfen Regen, aber auch Sonnenschein voraus und Wind aus südwestlicher Richtung. Südosten wäre uns zwar lieber gewesen, weil wir dann den Wind im Rücken gehabt hätten, aber das Wetter ist ja kein Wunschkonzert. Wir trafen uns um 8.30 Uhr am Bahnhof in Geilenkirchen und lösten die Fahrkarten bis Aachen (einfache Fahrt = 7,50 Euro + 2,00 Euro für das Bike). Um 8.54 Uhr die Räder in das Fahrradabteil befördert und auf den Klappsitzen Platz genommen. Um kurz vor halb zehn stiegen wir eine Station vor dem Hauptbahnhof Aachen an der Haltestelle Aachen-Schanz wieder aus. Manuel hielt das für sinnvoller, um nicht komplett durch den Hauptbahnhof zu müssen und nicht wieder zum Trackstartpunkt hochtrampeln zu müssen. 

Wie es uns unterwegs ergangen ist, könnt ihr euch mit den Bildern ansehen.

Als Fazit können wir festhalten, dass es insgesamt keine Tour mit hohem Trailanteil geworden ist. Trotzdem hat es sich gelohnt. Wer die Tour nachfahren möchte, sollte folgendes wissen:

  • sie hat ca. 1.000 Höhenmeter
  • ein Großteil führt über breite geschotterte Waldwege
  • Es gibt, gerade am Anfang einige recht steile Schiebe- und Tragestücke
  • der Abzweig vom Hasselbachgraben runter zum Krebsbachtrail ist leicht zu übersehen. Ich habe unseren Verfahrer im Track dringelassen.
  • der Krebsbachtrail selber scheint wohl nicht mehr sehr häufig befahren zu werden. Teilweise ist der Pfad kaum noch zu erkennen
  • ab Zweifall bis zum Dreßbachtrail runter nach Obermaubach sind zwei längere, im Durchschnitt ca. 6%ige Steigungen auf breiten Sandwegen zu absolvieren. Die (rasante) Abfahrt nach dem 1. Anstieg führt auch über breite Schotterwege.
  • Dafür entschädigt der Dreßbachtrail. Ca. 4 Kilometer "Flow am Stück" machen auch den längsten Anstieg lohnenswert. Manuel hat den Dreßbachtrail übrigens in seine Holy-Trail-Sammlung aufgenommen.  

Hier gibt es den Track zum runterladen.

Zum Schluß noch mal Manuels persönliches Fazit:
"Trotz vieler breiter Waldwege, 1000+ Hm, Schiebe- und Tragestücken absolut lohnenswert"

Joes Bericht vom 17. August 2011:

5:30 Uhr Start in Overhetfeld bei eigentlichem perfektem Bikewetter, 6:30 Uhr Wassenberg wo ich kurz bei Wilfried vorbeigeschaut habe und ihm einer meiner 5 mitgeführten Bananen auf dem Briefkasten deponiert habe. Der alte Mann lag natürlich noch dunkel !

Weiter über Orsbeck Richtung Geilenkirchen. Dann kurz vor Niederheid ein richtig schöner Sommerregen. Naja, dann halt die einzige Pause  - die ich eigentlich in Aachen machen wollte- früher als geplant bei einer Bäckerei in Niederheid. Und es regnete munter weiter, so dass ich hier ca. 35 Minuten Aufenthalt hatte, bevor ich weiter fahren konnte.

Auf nun nassen Straßen ging es über Geilenkirchen nach Kerkrade/Herzogenrath weiter über Kohlscheid/Richterich nach Aachen. Kurzer Abstecher zum Rathaus und Dom um dann meine Erinnerungen an meine Studentenzeit nochmals aufleben zu lassen, in die Südstraße. Hier habe ich gefühlt 2 Jahre meiner Studentenzeit in diversen Schuppen verbracht. Da ich zu dieser Zeit noch geraucht habe wie ein Schlot, war mein Lieblingsfrühstück das Französische im Cafe Wagner ( gibt es natürlich nicht mehr, wie auch alle Anderen die ich reichlich besucht habe ). Dies bestand aus einer großen Tasse pechschwarzen Kaffee, einer Schachtel Streichhölzer und einer Gouloises Mais.

Habe dann doch noch einen Milchkaffee getrunken und bin über Aachen Süd in eueren Track eingestiegen. An dieser Stelle nochmal schönen Dank für die Ausarbeitung. Das erste Stück im Wald zeigte mir schon was auf mich zukam, es war extrem schlamig vom reichlichen Regen des Vortages als auch vom heutigen. Bis Mulartshütte fand ich den Track sehr schön !

Der Hasselbachgraben war aufgrund der nassen Wurzeln und Steine recht schwierig zu fahren, vielleicht habe ich aber auch nur nach meinem Sturz den nötigen Respekt. Den abgehenden Krebsbachtrail habe ich auf Anhieb nicht gefunden und bin zwei mal vorbeigefahren. Hätte ich gewußt wie schwer das Geläuf aufgrund der Nässe war, wäre ich im Nachhinein lieber weiter den Hasselbachgraben entlang. Ich persönlich fand den Krebsbachtrail nicht so toll.

Dann ein bißchen rauf und runter bevor es dann in Brandenberg im strömenden Regen in den Drehsbachtrail ging. Geiles Stück, allerdings bei diesem Wetter ebenfalls anspruchsvoll. Kurz hinter Obermaubach hörte es dann wieder auf zu regnen und im Sonnenschein ging es die Rur entlang. Ab Körrenzig war dann der schöne Teil zu Ende und es galt nur noch die restlichen Kilometer runter zu schrubben. Es waren am Ende ca. 200 km und 1500 hm und 8175 verbrauchte Kcal.

Und nun zum persönlichen Test meiner Ausfahrt: Ich hatte mir bewußt keinerlei Gel´s oder Riegel mitgenommen um dies einfach mal zu testen ob Normalos auch bei etwas größerer Anstrengung so ein Futter überhaupt braucht. Fazit: Nein, bin mit Müsli um 5:00 Uhr Morgens, 4 Bananen, 3 Paprikas und ca. 7 Liter einfaches Leitungswasser bzw. beim Nachfassen einfachem Mineralwasser prima über den Tag gekommen.

Ergänzung durch Admin: das Album mit seinen Bildern des heutigen Tages findet ihr unter diesem Link. Wer gerne Joes Track zum Nachfahren haben möchte, kann den gerne bekommen. Bitte dann eine Mail an mich.

Kommentare powered by CComment