TdR-20110712_08-24-30_exposureVor einigen Wochen hatte ich einen Rundkurs bestehend aus dem Hauptwanderwegen 4  und 5 des Eifelvereins und dem Wildnistrail geplant. Startpunkt in Kreuzau, Wendepunkt in Heimbach geplant. Die Gesamtlänge beträgt ca. 57 Kilometer. Schon seit längerem spukte mir ein Gedanke durch den Kopf. Es sollte doch möglich sein, den Ruruferweg (RUR) bis Kreuzau mit dem Bike hoch zu fahren und dort in den geplanten Track einzusteigen. Von Dremmen bis Kreuzau sind es ziemlich genau 50km. Im Fall, dass ich den kompletten Track fahren würde, hätte ich zu Hause allerdings 160 Kilometer auf dem Tacho. Erschwerend kam hinzu, dass eine Kalkulation mit GPSTrackAnalyse eine Höhenmetersumme von 1500 ergab.

 

Welchen Alternativen waren vorhanden? Da gibt es doch die Rurtalbahn, die von Heimbach bis Linnich fährt. Sollten die Kräfte zwischendurch ausgehen, könnte man einfach in die Bahn einsteigen und per Schiene wieder gemütlich Richtung Heimat rollen. Zweite Alternative wäre der Ruruferweg, der ja auch bis Heimbach führt und auf dem man im Tal und relativ flach auf gut ausgebauten Wegen nach Hause biken konnte.

TdR-20110712_10-06-49_exposureHeute hatte ich Urlaub, das Wetter sollte zumindest bis in den Nachmittag stabil warm bleiben und dazu wehte der Wind aus Osten. Ideale Voraussetzungen, um es einfach mal zu probieren.

Die Bilder könnt ihr euch hier ansehen. Leider kommt die Vielzahl der Trails dort nicht in dem Maße zur Geltung, wie es in Wirklichkeit war. Zudem waren diese stellenweise so kniffelig (Absätze, Wurzeln, Felsen), dass ich dem Pfad meine volle Konzentration geben musste und nicht fotografieren konnte.

Eine besondere Schmunzelgeschichte möchte ich euch zum Schluß nicht vorenthalten. Da meine Getränke trotz Nachfüllen in Abenden auf dem Rückweg in Düren schon wieder zur Neige gingen, bin ich dort ein paar Meter vom Ruruferweg abgewichen und in ein Schlecker-Geschäft gegangen. Ich sagte der Verkäuferin, dass sie kein Pfand zu kassieren braucht, da sie die Flasche sofort wieder von mir zurückbekommt. Das wollte sie mir anscheinend nicht glauben und berechnete trotzdem Pfand. Direkt nach dem Bezahlen öffnete ich meinen Camelbak und füllte die Trinkblase. DAS Gesicht hättet ihr sehen sollen. Sie meinte doch tatsächlich, ich hätte die komplette Flasche in den Rucksack entleert unf war erst zu beruhigen, als ich ihr das System aus Rucksack und Trinkblase erklärte und zeigte. Das hätte sie ja noch nie gesehen.

TdR-20110712_10-41-21_exposureDen Track habe ich etwas optimiert. Die Verfahrer sind dringeblieben, weil ich kurzfristig den falschen Abzweig gemerkt habe und auf dem gleichen Weg zurückgefahren bin. So könnt ihr meine Verfahrer vermeiden. Ein Teilstück habe ich umgeplant, weil es für mich keinen Sinn macht, in einer Schotter-Abfahrt viele Höhenmeter zu vernichten, nur um sie kurz darauf, weil es zu steil ist, schiebenderweise  wieder reinzuholen. Ihr könnt ihn hier runterladen.

Ich bin bis Abenden gekommen. Die Beine fühlten sich noch gut an und ich hatte mich entschieden, dass 20 Kilometer Super-Trails für heute genug waren. Ich freute mich darauf, den Ruruferweg ab Abenden wieder nach Hause zu rollen. Mit dem Wind von schräg hinten, pendelte die Tachonadel konstant zwischen 23 und 27 kmh. Nach 140 Gesamt-Kilometern bin ich dann zwar müde, aber glücklich und zufrieden wieder angekommen. Den anderen Teil des Tracks (= Wildnis Trail) habe ich mir für das nächste Mal aufgehoben.

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