AC-Wald-20110422_08-50-31_2Am (in diesem Jahr späten) Karfreitag haben wir uns spontan für eine Tour im Aachener Wald zusammengefunden. Manuel hat diesmal den Bericht zur Tour geschrieben. Vielen Dank an ihn für seine tolle Schilderung.

8:50 Uhr war es heute morgen als wir auf den Parkplatz einbogen. Es sollte heute eine besondere Tour werden, Karfreitag, alle hatten frei und nach einer internen Abstimmung war das Ziel beschlossen. Heute geht es in den Aachener Wald. Reinhard hatte zwei Runden aus dem Hut gezaubert, und jedenfalls für mich, war vorher klar, dass beide Runden gefahren werden. Es sollten ja nur 34km für die ersten und 20km für die zweite Runde werden. Aber dazu später mehr.

AC-Wald-20110422_10-24-20Insgesamt hatten sich 10 Biker zusammengefunden 9 davon mit dicken Reifen und Federwegen zwischen 160 und 120mm sowie ein Hardtail. Gegen 9:20 Uhr ging es dann ab in die Trails, und nach vielleicht 3 km kamen mir bereits erste Zweifel. Irgendwie war mein Puls in Bereichen in denen er so früh auf einer Tour noch nichts zu suchen hatte. Auch die erste Abfahrt änderte daran nicht viel, gerade diese langen Downhillstücke findet man in unserem Heimatrevier eher selten. So folgte ein Downhill auf den nächsten, und mit jedem weiteren hab ich mich sicherer gefühlt. Die Absätze würden größer, die Hänge länger und steiler, und auf jede rasante Abfahrt folgte ein gefühlt doppelt so langer Uphill. Aber irgendwie wurden auch die leichter, ob die Nudeln vom Frühstück endlich im Blut angekommen waren oder ob mich die „Navibanane“ auf Joes Rucksack hypnotisiert hatte, ich weiß es nicht, aber die Qualen vom Anfang waren weg.

Nach einigen Kilometern kreuzten wir den schon fast sagenumwogenen Toblerone Trail. Nach der ersten kurzen Trailbesichtigung war Sebastian nicht mehr zu halten. Mit funkelnden Augen kam er von den ersten Sprüngen zurück und ließ es sich nicht nehmen die Toblerone von oben runter zu fahren. Wie er es immer wieder schafft, selbst die schwierigsten Stellen so locker aussehen zu lassen, wird mir wohl auf ewig ein Rätsel bleiben. Für mich Normalbiker gabs dann den Chickenway und es ging weiter den Trail entlang. Immer wieder waren rechts und links des Wegen Downhills, Sprungrampen und Sandgruben zu sehen. Der Wald wurde wieder etwas lichter, aber irgendwie besserte das die Sicht nicht unbedingt, eine Mischung aus Pollen und Sand lag in der Luft. Mit jeden weiteren Downhill kroch diese Mischung tiefer bis in die letzten Ritzen. Spätestens ab der Hälfte hatte ich mindestens so viel Sand zwischen den Zähnen wie auf den Reifen. So langsam dämmerte mir auch, dass die zweite Runde vielleicht doch keine so gute Idee war, doch da war ich nicht der einzige. AC-Wald-20110422_09-07-38Es folgten der Jazztrail und später sollte auch noch der Bahntrail unter die Stollen genommen werden. An der Einfahrt warteten schon 3 weitere Mountainbiker, und nach kurzer Warnung entschieden wir, einer Konfrontation mit Waldarbeitern und evtl. Förstern aus dem Wege zu gehen und planten kurzerhand um. Das Biken im Wald ist wohl in Belgien verboten und wird mit einer Geldbuße von 150€ geahndet, bei 10 Bikern unterbricht man da bestimmt mal gerne seine Arbeit und kassiert kurz ab.

Die Streckenänderung hat dem Tag in keinster Weise geschadet, in diesen kurzen 30km waren die geilsten Downhills meines noch recht kurzen MTBler Lebens gepackt, schmale flache Trails, technische Uphills und tunnelartige Walddurchfahrten. Bei so einer komprimierten Tour hat mir dann auch die erste Runde gereicht, wie allen anderen auch. Die zweiten Runde führte dann nur noch zur Frittenbude und der Rückweg zum Auto mit ner großen Fritt spezial im Magen war dann auch mehr als ausreichend.

Was ein geiler Biketag. Das wird nicht die letzte Tour im Aachener Wald gewesen sein.

Den Track dazu könnt ihr mit diesem Link runterladen (es waren übrigens ca. 750 Höhenmeter (!) auf 30km verteilt) , die Bilder könnt ihr euch mit Klick auf diesen Link ansehen.

Kommentare powered by CComment