Downhill-20110417_10-14-25_1Es trafen sich frühmorgens an Schacht 4 vier Biker, die meinten, für die fast jungfräuliche Saison schon relativ fit zu sein. Sie hatten sich vorgenommen, die von mir ausgetüftelte (und später im Jahr für die Allgemeinheit angebotene) Heimatkunde "Downhill" aufzuzeichnen. Da dürfte natürlich unser "King of Downhill" Sebastian aka "Luebke" nicht fehlen. Sebastian hatte einen Freund aus alten Biker-Tagen namens Robert mitgebracht. Robert erzählte, dass er früher mit Sebastian zusammen Downhill gefahren ist, mittlerweile aber zur Schmale-Reifen-Fraktion gewechselt ist und Sebastian ihn wieder mit dem MTB-Fieber angesteckt hat. Robert brachte sein Bike mit, dass als Hardtail und mit 80mm Federweg vorne natürlich prädestiniert für eine HK "Downhill" war. Christoph und ich vervollständigten die Runde.

Downhill-20110417_08-39-11_5Von Schacht 4 aus ging es über Altmyhl und Wassenberg rüber nach Wildenrath. Dort wurde Robert dann doch zu übermütig und fädelte in der durch 3 Baumstämme gebildeten neuen Brücke über den Schaagbach ein. Sah schon toll aus, als er dann über den Lenker (aber nicht ins Wasser) absteigen musste und sich sein Bike um das Steuerrohr drehend mit dem Hinterbau ins Wasser absenkte. Als 1. Highlight gab es dann den Schaagbachtrail. Danach rüber nach Dalheim. Dort konnte ich den dreien einen kurzen neuen Trail zeigen. Danach mussten wir die Bahnstrecke unterqueren und erreichten kurze Zeit später das 2. Highlight, den Downhill nahe St. Ludwig. Nachdem wir anschließend die Dalheimer Mühle rechts liegen gelassen haben, fuhren Sebastian und Robert den Monte Luebke. Naja, bleiben wir bei der Wahrheit: Robert musste auf halber Strecke kapitulieren, was aber kein Wunder mit einem Hardtail mit 80mm Federgabel ist. Kurze Zeit später hatten unsere beiden Downhiller ihr "Back-in-time"-Erlebnis an den wunderschönen Seen in der Sandgrube Rosenthal, wo sie sich in früheren wilden Zeiten gemeinsam ausgetobt hatten. Und dann kam mein ganz persönliches Highlight des Tages: Ich konnte Sebastian eine ihm noch nicht bekannte Kniffel-Abfahrt zeigen, die ihm aber erwartungsgemäß auch auf Anhieb gelang.  Highlight Nr. 3 folgte dann mit dem Rothenbach-Trail, den wir in voller Länge absolvierten. An der Dalheimer Mühle vorbei rollten wir dann auf Asphalt Richtung Sportplatz Dalheim. Und wer aufgepasst hat, fragt sich jetzt natürlich: "Dalheimer Mühle? Da sind die Jungs doch gerade schon vorbeigekommen. Ist die Tour denn diesmal nicht crossfree?" Keine Angst, wird sie sein!

Über einige weitere Trails up and down ging es danach auf der Wurzelabfahrt runter zum Campingplatz Rosenthal. Das nächste Highlight wartete mit der Umrundung des Wurzelhügels in Birgelen auf uns. Mitten auf der Arsbecker Bahn kam uns Robert, unser Schiffsdiesel entgegen. Nach lautem Hallo ließ der sich natürlich nicht lange bitten und machte aus seiner eigentlich geplanten ruhigen Rollerrunde eine abfaDownhill-20110417_09-50-21hrtsorientierte. Er meinte, dass er Überraschungen lieben würde. Die Sprungschanzen am Entenpfuhl nahm Sebastian dann mit, wie er meinte, etwas sehr hoher Geschwindigkeit. Alle anderen wählten den Chickenway. Die nächsten Downhills, die auf die Runde warteten, waren der mit den großen Wurzeln runter zum Birgelener Pützchen und der Flowtrail vom Friedhof runter nach Wassenberg Unterstadt. Der Nachteil der Downhills ist natürlich, dass man nur runterfahren kann, wenn es nicht auch vorher mal raufgeht. Und da wir jetzt ziemlich weit unten waren, mussten wir eben jetzt auch wieder ziemlich weit rauf. Und die Steigung mit in der Spitze über 20% tat jetzt schon richtig weh. Von der Turnhalle in Wassenberg aus runter absolvierte Sebastian den kurzen Wurzeltrail mit gewohnter Souveränität, alle anderen wählten die Umfahrung und mussten sich leider durch die illegale Müllkippe am Fuß quälen. An Alt Holland vorbei im Wassenberger Wald kurz noch mal links hoch. Christoph meinte an dieser Stelle, weil sie so verdammt steil war, "Er würde nächste Woche mit dem Bike definitiv nur bis zum Aldi rollen." Das war aber beim folgenden Bergab-Trail schnell wieder vergessen. Und dann kam das, auf das sich Sebastian schon die ganze Tour gefreut hatte, die Sprunghügel. Und wenn ihr euch die dort aufgenommenen Fotos anschaut, wisst ihr auch, warum ich diesen Beitrag mit "Air Luebke" getitelt habe.

Downhill-20110417_10-06-19_1Weitere Highlights folgten mit dem Treppentrail an der Wingertsmühle und dem Downhill hinter Tante Lucie. Danach tat das Ausrollen Richtung Halde über Sandwege richtig gut. Am Kreisverkehr in Ratheim beratschlagten wir kurz, wer noch Lust auf die Halde hatte. Aber alle winkten mit der weißen Fahne und entschlossen sich, Richtung Heimat abzubiegen. Ich denke, das zeigt ganz gut, wie viele Körner das dauernde Rauf und Runter trotz guter Fitness gekostet hatte. So kraftraubend es auch war, so viel Spaß hat es aber auch gemacht. Ich glaube, ich muß mittlerweile meine Vorsätze für 2011 und folgende Jahre, die ich im Artikel "das SOK-Prinzip" geschildert habe, überdenken. Unter Berücksichtigung, dass ich gestern schon eine 75-Kilometer-Runde gefahren bin, muß ich feststellen, dass ich doch noch ganz gut mit den Jungen mithalten kann. 

Bilder und Videos findet ihr bei Google. Den Track muß ich für die Heimatkunde noch um die Halde ergänzen und an der einen oder anderen Stelle optimieren. Den gibt es dann zum Download, wenn wir die Heimatkunde "Downhill" auch wirklich gefahren sind.

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