RR-20100919_11-34-51Bei unseren WIR-Touren waren wir auf diverse Trails im Wurmtal zwischen Aachen und Herzogenrath gestoßen. Die konnte man doch nicht einfach so als Strecke zwischen A und B belassen, sondern die Trails, die links und rechts der Hauptstrecke abzweigten, mussten natürlich erkundet werden für eine kommende Wurmtal-Tour. Manuel, Thomas K. und kurzfristig auch noch Georg wollten mich auf der Entdeckungstour begleiten.

Von Dremmen aus die Wurm entlang rollten wir uns ein, bis wir schließlich kurz vor Herzogenrath die Holzbrücke nach Eygelshoven überquerten. Hier beginnt und endet auch der (downloadbare) GPX-Track. In den kleinen Waldstückchen zwischen Eygelshoven und Kerkrade hatte ich vor kurzem einige Trails entdeckt und die haben wir sowohl für den Hin- als auch den Rückweg (dabei natürlich andere) bis/ab Herzogenrath genutzt. Hinter Herzogenrath begannen dann die Trails. Den ein oder anderen Verfahrer gab es natürlich, denn es war ja schließlich eine "Erkundungstour". So kämpften wir uns z.B. einen etwas längeren Anstieg hoch, nur um oben angekommen feststellen zu müssen, dass der in der Karte eingezeichnete Trail inzwischen nicht mehr fahrbar war.RR-20100919_11-35-33 Oder kurz vor den Kalkbergen einen Trail mit vielen Steigungsprozenten, nur um die Höhenmeter anschließend auf Asphalt zu vernichten. Aber so ist das nun mal bei "Erkundungstouren".  Die Kalkberge hatte Manuel vor einiger Zeit entdeckt. Ich kann euch sagen, dass wir nach einem kurzen Kletterstück ziemlich überrascht waren über die Vielfalt von Sprüngen und Wellen oben auf dem Plateau. Auf den ersten Blick super fahrbar, aber auch an manchen Stellen sehr glatt. Die Kalkberge sind künstlich aufgeschüttete Halden, die größtenteils aus Soda bestehen und Soda ist ja bekanntlich ein Bestandteil von Seife und so glatt waren es eben stellenweise. Dort oben haben wir dann einige Zeit verbracht und wechselten dann rüber zur schwarzen Halde, die wir dann auch zumindest in Teilen erkundeten.

RR-20100919_12-05-13Waren die Kalkberge alleine schon die Anreise wert, so folgte kurze Zeit später noch ein Highlight, für das die Kilometer sich lohnen. Am Sportplatz von Ath entlang gibt es einen steilen Downhill. Ich hatte Thomas K. mein All-Mountain geliehen, das für so etwas natürlich wie geschaffen war. Thomas K. hatte das erste Mal so gut gefallen, dass er das Bike die 25-30%ige Steigung tatsächlich noch mal hoch trug. Unten angekommen reichten seine Mundwinkel von Ohrläppchen zu Ohrläppchen, so breit war sein Grinsen.

Anschließend wieder mal Höhenmeter auf losem Schotter hoch zur Burg Wilhelmstein. Bisher hatte ich den kompletten Ausfall meiner Hinterradbremse (schon nach wenigen Kilometern konnte ich den Bremshebel bis zum Griff ziehen) ganz gut kompensieren können, nur auf der Abfahrt vom Burgberg runter, wurde es dann doch ein wenig "grenzwertig". Schließlich bin ich aber dann doch heil unten angekommen. Hoch nach Hühnernest (der Ort heisst wirklich so), zwangen uns die Steigungsprozente bis auf Thomas K. alle aus dem Sattel. RR-20100919_12-27-25Diese mühsam erkämpften Höhenmeter haben wir dann genüßlich auf schönen Waldwegen bis Herzogenrath wieder vernichtet. Jetzt nur noch die Trails in Eygelshoven abgesurft und dann wieder runter zur Holzbrücke über die Wurm. Wir waren froh, dass uns die Wurm entlang der Wind kräftig in den Rücken blies. Nach ca. 73km und knapp 700 Höhenmetern war ich dann wieder zu Hause. Georg musste noch ein paar Kilometer nach Wildenrath und Thomas K. ca. 30 Kilometer mit seinem Crosser nach Brüggen-Born zurücklegen. Ich nehme an, dass beide auch den restlichen Rückweg noch überstanden haben. Die einzige Panne auf der Tour gab es kurz vor dem Ziel. Georg hatte sich einen Nagel durch den Mantel gefahren. Sah schon ziemlich krass aus.

Ich kann mir vorstellen, dass ich die heutige Tour noch optimieren und dann als MMM (MTB-Heinsberg-Mega-Miler) oder Heimatkunde anbieten werde. Spaß gemacht hat sie mir auf jeden Fall. Alle Bilder gibt es hier. Den nicht bereinigten gpx-Track ab Eygelshoven könnt ihr euch mit diesem Link runterladen.

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