DSC00109Manuel, Thomas K. und Sebastian waren gestern im Tiefschnee unterwegs. Ich habe ihre Berichte mal zusammengefasst. Die Bilder stammen von Thomas K..

MANUEL: Eigentlich wollte ich ja erst wieder draußen fahren wenn der Schnee und das Salz wieder weg sind. Da die Straßenmeisterein in Heinsberg aber mittlerweise fast kein Salz mehr hat werden nur noch wenige Straßen gestreut, also ist schonmal ein Punkt erfüllt. Dann schien am Sonntag auch noch die Sonne, und schon nach dem ersten Blick morgens aus dem Fenster war mir klar, heute muss ich raus. Jetzt gab es nur noch ein Problem, wie bekomme ich Simone überredet mitzukommen.

Wie sich rausstellte war es erstaunlich leicht, und nach 15 min Bikes umbauen/vorbereiten und 30min Klamotten suchen/anziehen waren wir auch schon unterwegs. Gestartet sind wir diesmal in Rothenbach, weil ich auf jeden Fall ins Gebiet de Meinweg wollte. Einen Track sind wir diesmal nicht nachgefahren, sondern immer nur grob nach Richtungspfeilen. Erste Richtung Elfenmeer, Besucherzentrum De Meinweg. Recht schnell hatten wir die ersten jungfräulichen Wege gefunden, und kämpften uns durch den Tiefschnee, der erstaunlich viel Grip bietet. Die zweite grobe Richtung war Dalheim. Inzwischen haben wir uns auch über die ein oder andere Reifenspur gefreut. Man fährt zwar unkontrolierter, aber erheblich leichter. Auf den breiten Forstautobahnen, besonders in freiem Gelände war der Schnee schon mächtig tief. Einsinken bis zur Nabe war normal. Aber Simone meinte nur, das sie so entspannt noch selten gefahren ist, da wenn sich sich doch legen sollte, sie wenigstens weich fällt. Von Dalheim haben wir uns dann auf den Rückweg in Richtung Heinsberg gemacht und den ein oder anderen Trail in Birgelen mitgenommen. Der Schnee war hier weit weniger hoch, aber der Boden war teilweise matschig, es gab Eisflächen unter dem Schnee, und Wurzeln haben irgendwie keinen Spaß gemacht. Vielleicht lag es aber auch an der schwindenden Fitness, die Tiefschnee hat einiges an Körnern gekostet. Ab Rosenthal haben wir uns dann auf geräumte Fahrradwege gefreut. Das war wohl nichts. Ganz im Gegenteil, die Pflüge haben teilweise den Schnee von der Straße auf den Radweg geschoben. Ab Krafeld sind wir dann über Feldwege, wieder durch Tiefschnee bis nach Heinsberg. Ich glaube so weit kam mir das noch nie vor. Nach ca. 30km und nem Schnitt von 12 waren wir gegen 14 Uhr, immer noch bei Sonnenschein, wieder zuhause. Völlig erledigt, aber zufrieden. Selbst Simone die sich die ersten Meter noch geärgert hatte, dass sie sich hat überreden lassen, war froh das sie mitgefahren ist.

 

DSC00107THOMAS K.: Hallo zusammen,

heute war ich in Swalmen. Die Truppe war super nett. Mit denen sollten wir demnächst mal zusammen fahren. Ein Fazit vorab: Die Holländer sind uns über.
Anfahrt über fest gefahrene Schneedecke Landstraße Brüggen-Swalmen. Das war locker aber erforderte schon ein wenig Konzentration. Ihr wisst ja, wie ich Spurrillen hasse . Kurz hinter der Grenze bin ich dann das letzte Stück über eine Forstautobahn gefahren und bekam einen ersten Eindruck von der Tiefe des Tiefschnees. Das war nicht mit gestern zu vergleichen. Die Laufräder waren bis zur Nabe verschwunden

So gegen 9:30 waren dann alle (ca. 10 Mann) eingetrudelt und wir machten uns auf den Weg. Ich dachte, dass Eric den Plan angesichts des TIEF-Schnees revidiert hatte und eher über vom Förster geloipte Forstautobahnen fahren wollte. Aber wie schon geschrieben, die Holländer sind uns über und so ging es über Singletrails, bzw. dass was davon noch übrig war in Richtung Boukoul. Die Achterbahn haben wir zunächst ausgelassen, sind aber über die Wildüberführung auf die andere Seite der A52 und da muss man auch erstmal hoch. Es war ein Geschiebe und Gewürge. Erstaunlich dabei, wie lange so mancher im Sattel bleiben konnte. Ich habe partiell nur noch Schieben können.

Die 7 Hügel haben wir dann voll mitgenommen (da war aber noch kein Förster vorher unterwegs ). Über einen kleinen Trail, den ich noch nicht kannte ging es dann zum Vennhof. Bis dahin waren schonmal 1 Stunde 20 Minuten ab Swalmen rum . Es kam kurz eine Diskussion wegen Chocomel am Venhof auf, aber es ging direkt weiter. Das lockerste Stück war dann die DeMeinweg-Straße hoch auf festgefahrener Schneedecke. Oben angekommen ging es dann über den Sandweg zurück in Richtung Vennhof. Und dieses Stück hat mich dann endgültig fertig gemacht. Hier war der Schnee besonders tief. Immer wieder absteigen, weil das Rad nicht dahin wollte, wo ich hin wollte . Jedes Absteigen bedeutete aber auch: Cleats voller Schnee und Eis und erstmal kein Einklicken möglich. Ohne feste Verbindung zu den Klickpedalen ist es aber schwer, dass nötige Drehmoment auf die Stollenreifen zu bringen, um sich durch den Schnee zu schaufeln .
Zurück am Vennhof haben wir kurz gehalten und die Lage sondiert (ich kam mit etwas Zeitverzögerung als Letzter an). Eric sprach noch von der Achterbahn auf dem Rückweg, da war für mich klar: Für mich geht es über perfekt geräumte und gestreute Radwege nach Hause Es war dann zwar ein großer Bogen über Roermond, Asenray und Elmpt, aber zumindest in NL waren alle Wege FREI . Ich habe mich noch nie so über einen einfachen, ordinären Fahrradweg gefreut . Ich glaube, dass ich heute endgültig vom MTBler zum RR-Fahrer konvertiert bin .

So gegen 14:00 Uhr war ich nach etwa 4 Stunden reiner Fahrzeit + Pausen wieder zu Hause.

 

DSC00114SEBASTIAN: Mein Bett hat mich heute morgen fest im Griff gehabt - obwohl ich echt Lust gehabt hätte mit den Hollies zu fahren. Mir war aber klar das sich nur die Cracks bei dem Wetter nach draußen trauen, von daher hab ich aufgrund des Traningsstandes Abstand genommen.

Ich bin dann mit Friedhelm und noch 2 Leuten um 12.00 Uhr ab SH über ein paar Landwehre nach Hardt und wieder zurück gefahren. Insg. knapp über 30km mit leider recht wenigen HM. Ich hätte gerne mehr DHs gehabt. Der Schnee war der Hammer - selten sowiel Spaß gehabt. Der pappige Schnee hatte eine Grip der super war.

Schön wars. Freue mich aber dennoch wieder auf den Sommer - Wobei es schon reichen würde wenn es abends bis 21.00 Uhr hell wäre.