Vorab der Hinweis, dass dieser Bericht aus mehreren Seiten besteht. Das Inhaltsverzeichnis findet ihr rechts. Von dort könnt ihr die einzelnen Seiten direkt anspringen. Ihr könnt aber auch am Ende jeder Seite auf "weiter" klicken.

Ich bin jahrelang mit Rucksack und Trinkblase gefahren (Bericht aus 2014), aber schon seit längerer Zeit störte mich das Gewicht auf dem Rücken. Ergänzend zum Thema fand ich einen Artikel Rückenschmerzen beim Mountainbiken verhindern im ENDURO Mountainbike-Magazin. Dort wurde unter anderem als mögliche Ursache für Rückenschmerzen darauf hingewiesen, dass viele Biker viel zu viel unnötiges Zeug mit sich rumschleppen.

Deshalb hatte ich mich schon im vorigen Jahr einmal mit dem Thema "Minimal-Rucksack" beschäftigt. 

Aus dieser Recherche stammen die Gewichtsangaben zu meinem Rucksack und dessen Inhalt

 

Gramm

Rucksack 550
Trinkblase 330
Regenjacke 130
Schlauch 115
Pumpe 125
Flickzeug  30
3 Reifenheber 28
Kettennieter 65
Kettenschloß 4
Schaltauge 17
Multitool 72
Torx 10
Schloß 46
Riegel  25-35 (Stück) 
Nahsicht-Brille 34
Mini-Geldbörse 36
Papiertaschentücher 11
Gesamt 1.651

 

Wie ihr vielleicht sehen könnt, hatte ich das "unnötige Zeug" seinerzeit schon auf das Nötigste reduziert und auch gewichtsoptimiert. Trotzdem blieben immer noch gut 1,5 Kilo, inklusive 1 Ltr. Wasser in der Trinkblase sogar 2,5 Kilo, die ich auf dem Rücken trug.

Vor kurzem wurden 2 Artikel auf MTB-News veröffentlicht, in denen sogenannte Hip-Bags (also auf gut deutsch "Hüfttaschen") getestet wurden, der Source Hipster und den Evoc Hip Pack Race 3L.  Das Fazit zu den beiden Hüfttaschen lautete [bt_quote style="default" width="0"]Wir sind begeistert von dem Mehr an Bewegungsfreiheit, die Hüfttaschen auf dem Bike bieten und werden für die Feierabendrunde in Zukunft wohl öfter zu den kompakten Taschen greifen.[/bt_quote]

Hüfttaschen finde ich persönlich irgendwie doof. Außerdem verdrecken die beim Biken genauso wie ein Rucksack. Das brachte mich auf die Idee, mal zu versuchen, ob es nicht sogar ohne Rucksack, Hip-Bags & Co. geht. Das würde zum einen noch weiteres Gewicht sparen und zum anderen einen dynamischeren Fahrstil ermöglichen. Bei meinen Recherchen stellte ich fest, dass die Anzahl der cleveren Lösungen, die ein Biken ohne Rucksack ermöglichen, immer mehr wächst. Einige werden am oder im Bike transportiert, andere sorgen dafür, dass ihr Ausrüstungsgegenstände am Körper tragt. Beide Möglichkeiten haben Für und Wider und vielleicht findest ihr so wie ich heraus, dass ein Mix aus beiden Möglichkeiten das Beste auf dem Trail ist. Aber ich greife schon etwas voraus. Schaut euch mal an, welche Überlegungen ich angestellt habe.

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Ich bin jahrelang mit Rucksack und Trinkblase gefahren (Bericht aus 2014), aber schon seit längerer Zeit störte mich das Gewicht auf dem Rücken. Ergänzend zum Thema fand ich einen Artikel Rückenschmerzen beim Mountainbiken verhindern im ENDURO Mountainbike-Magazin. Dort wurde unter anderem als mögliche Ursache für Rückenschmerzen darauf hingewiesen, dass viele Biker viel zu viel unnötiges Zeug mit sich rumschleppen.

Deshalb hatte ich mich schon im vorigen Jahr einmal mit dem Thema "Minimal-Rucksack" beschäftigt. 

Aus dieser Recherche stammen die Gewichtsangaben zu meinem Rucksack und dessen Inhalt

 

Gramm

Rucksack 550
Trinkblase 330
Regenjacke 130
Schlauch 115
Pumpe 125
Flickzeug  30
3 Reifenheber 28
Kettennieter 65
Kettenschloß 4
Schaltauge 17
Multitool 72
Torx 10
Schloß 46
Riegel  25-35 (Stück) 
Nahsicht-Brille 34
Mini-Geldbörse 36
Papiertaschentücher 11
Gesamt 1.651

 

Wie ihr vielleicht sehen könnt, hatte ich das "unnötige Zeug" seinerzeit schon auf das Nötigste reduziert und auch gewichtsoptimiert. Trotzdem blieben immer noch gut 1,5 Kilo, inklusive 1 Ltr. Wasser in der Trinkblase sogar 2,5 Kilo, die ich auf dem Rücken trug.

Vor kurzem wurden 2 Artikel auf MTB-News veröffentlicht, in denen sogenannte Hip-Bags (also auf gut deutsch "Hüfttaschen") getestet wurden, der Source Hipster und den Evoc Hip Pack Race 3L.  Das Fazit zu den beiden Hüfttaschen lautete [bt_quote style="default" width="0"]Wir sind begeistert von dem Mehr an Bewegungsfreiheit, die Hüfttaschen auf dem Bike bieten und werden für die Feierabendrunde in Zukunft wohl öfter zu den kompakten Taschen greifen.[/bt_quote]

Hüfttaschen finde ich persönlich irgendwie doof. Außerdem verdrecken die beim Biken genauso wie ein Rucksack. Das brachte mich auf die Idee, mal zu versuchen, ob es nicht sogar ohne Rucksack, Hip-Bags & Co. geht. Das würde zum einen noch weiteres Gewicht sparen und zum anderen einen dynamischeren Fahrstil ermöglichen. Bei meinen Recherchen stellte ich fest, dass die Anzahl der cleveren Lösungen, die ein Biken ohne Rucksack ermöglichen, immer mehr wächst. Einige werden am oder im Bike transportiert, andere sorgen dafür, dass ihr Ausrüstungsgegenstände am Körper tragt. Beide Möglichkeiten haben Für und Wider und vielleicht findest ihr so wie ich heraus, dass ein Mix aus beiden Möglichkeiten das Beste auf dem Trail ist. Aber ich greife schon etwas voraus. Schaut euch mal an, welche Überlegungen ich angestellt habe.

Was muss unbedingt mit

Was muss unbedingt mit?

Auf der vorigen Seite habt ihr ja schon den Inhalt meines Rucksacks sehen können. Wenn ihr für euch selbst selektiert, solltet ihr euch vielleicht zuerst mal fragen, worauf ihr keinesfalls unterwegs verzichten wollt. Und als zweite Frage(n): "Was passiert, wenn ich es nicht dabei habe? Wie komme ich notfalls wieder zurück zum Startpunkt oder nach Hause?" Ich persönlich habe mich so entschieden:

Laufräder:
Ich fahre seit einigen Monaten beide Bikes tubeless, also ohne Schlauch. Trotzdem möchte ich nicht auf die Möglichkeit verzichten, im Falle eines Falles, also wenn die Milch den Reifen nicht mehr abdichten kann, einen Schlauch einzulegen und weiter zu fahren. Also müssen Schlauch, Reifenheber und Luftpumpe mit. Auf das Flickzeug verzichte ich in Zukunft.

Antrieb:
Eine Kette kann schnell reißen, wie ich vor kurzem feststellen musste. Also muss unbedingt ein Kettennieter und ein Kettenschloss mit. Und auch ein Schaltauge darf nicht fehlen.

Werkzeug:
Das nötigste Werkzeug muss natürlich dabei sein. Eine Schraube kann sich ja immer mal lösen. Dazu gehören Inbusschlüssel in den gängigsten Größen und der obligatorische T25-Torx. 

Sonstiges:
Ich persönlich habe immer 2 weitere Dinge dabei, die mir unterwegs schon oft gute Dienste geleistet haben. Ein leichtes kleines Kabelschloß, um das Bike mal kurz zu sichern (und der Versicherung beweisen zu können, dass es abgeschlossen war) und eine faltbare Lesebrille (ja, ja das Alter). Die Regenjacke habe ich über Jahre nicht benötigt und mich entschieden, sie zukünftig zu Hause zu lassen.
Ein Handy habe ich natürlich auch IMMER dabei, weil ich es zum Navigieren und als Tacho nutze. Das ist am Bike befestigt und zählt deshalb hier für mich nicht mit.  

Essen und Trinken:
Statt einer Trinkblase bleibt eigentlich nur eine Trinkflasche als Alternative oder kennt jemand andere. Ich persönlich brauche erfahrungsgemäß für meine Touren hier maximal einen Liter. Es gibt große 1-Liter-Trinkflaschen. Ob eine solch große Flasche aber dann zu eurem Rahmen und in euren Flaschenhalter passt, schauen wir uns dann noch später an. Sollte mir unterwegs mal der Saft ausgehen, kann ich normalerweise bei Tankstellen, Kiosken, Supermärkten oder auch mal am Wasserhahn auf dem Friedhof nachtanken. Und als Möglichkeit für sehr einsame Regionen kann ich immer noch auf Rucksack und Trinkblase zurückgreifen. Gegenüber der Trinkblase hat eine Flasche noch den Vorteil, dass ich problemloser feststellen kann, wieviel Rest noch drin ist. Außerdem ist sie leichter zu reinigen und somit kann ich auch schon mal andere Getränke als Wasser einfüllen. Als  Notfallreserve, die auch noch in die Trikottasche passt, habe ich ab und zu auch noch ein 200ml Capri-Sonne dabei (kennt ihr doch alle, oder?). Außerdem sollte man natürlich auch einen oder mehrere Riegel und, wer mag, ein Gel mitnehmen. 

Wie kann ich das Gewicht optimieren

Wie kann ich das Gewicht optimieren

Fassen wir mal zusammen, was ich so mitnehme, wenn ich biken gehe:

  • Schlauch, Reifenheber und Luftpumpe
  • Kettennieter, Kettenschloß und Schaltauge
  • Multitool
  • Schloß und Brille
  • Geldbörse und 1 Päckchen Tempos (klein)
  • Getränk in Trinkflasche und Riegel

Auf der nächsten Seite schildere ich euch noch, wie ich diese Dinge transportiere, aber egal ob am/im Bike oder am Körper, das Gewicht spielt immer eine Rolle. Deswegen hier mal die Gewichte meines Equipments und Alternativen, die ich im Laufe meiner Suche entdeckt habe:[bt_accordion width="0" active_first="yes" icon="plus"][bt_spoiler title="Schlauch, Reifenheber und Luftpumpe"]Der leichteste (bezahlbare) Schlauch, den ich bis jetzt entdeckt habe, ist der Maxxis Flyweight. Er wiegt 115gr und ist zusammengefaltet sehr kompakt. Da er nur als "Notfall-Schlauch" (bis nach Hause) verwandt werden soll, lege ich auf Pannensicherheit usw. keinen so großen Wert. In Kürze soll wohl von Schwalbe ein Schlauch aus einem neuen Material auf den Markt kommen, der noch leichter und kompakter ist. Habt ihr mehrere Bikes mit unterschiedlichen Laufrad-Größen, solltet ihr überlegen, den zur Laufradgröße des Bikes passenden Schlauch AM Bike zu befestigen. Damit müsstet ihr nicht immer mehrere Schlauchgrößen mit euch führen. Notfalls sollte ein 29iger Schlauch aber auch mal (bis zu Hause) in ein 26iger Laufrad passen. Bei der Luftpumpe habe ich mich vor 2 Jahren für die Topeak RaceRocket MT (125gr) entschieden und bisher meine Wahl nie bereut. Reifenheber gibt es wie Sand am Meer, da hat wohl jeder seine eigenen Vorlieben.[/bt_spoiler][bt_spoiler title="Kettennieter, Kettenschloß und Schaltauge" icon="list-alt"]Interessant wird es beim Thema Kettennieter. Schon über 1 Jahrzehnt begleitet mich ebenfalls ein Produkt von Topeak. Das Super Chain Tool ist leicht (65gr) und sehr kompakt und hat mir bei Notfällen schon einige Male aus der Patsche geholfen. Leider kann man es nur in der Trikottasche tranportieren oder aussen am Rahmen befestigen. 2 Kettennieter, die IM Bike mitgeführt werden, habe ich bei meiner Suche entdeckt. Da gibt es zum einen das Specialized Top Cap Chain Tool (25gr), das im Gabelschaft untergebracht wird und zum anderen wieder mal ein Produkt von Topeak aus deren Ninja Serie, den Ninja C (77gr), der im Lenker Platz findet. Achtet darauf, dass Kettenschloß (ein Kettenschloss für Sram 10fach-Ketten passt  beispielsweise nicht zu Sram 11fach-Ketten) und Schaltauge zu eurem Bike passen. [/bt_spoiler][bt_spoiler title="Multitool" icon="list-alt"]Multitools gibt es ebenfalls in vielfältiger Form und Zusammenstellung. Ich bin auf meiner Suche auf das Specialized EMT Cage Mount MTB Tool (?gr) gestossen und habe mich dafür entschieden, weil es am Bike, konkret unter dem Flaschenhalter angebracht wird und wirklich sehr klein und leicht ist. Eine ähnliche Alternative kommt wieder mal aus der Ninja-Serie von Topeak, das Ninja T Mountain (234gr). Und an ganz anderer Stelle, nämlich in der Hohlachse der Kurbel wird eine Alternative von einem italienischen Tüftler untergebracht[/bt_spoiler][bt_spoiler title="Schloss und Brille" icon="list-alt"]Es kommt immer wieder mal vor, dass ich mein Bike kurzfristig mal aus den Augen lassen muss. Wir reden jetzt über solche Gelegenheiten wie Getränke nachtanken, kurz mal zum Bäcker, bei einer CTF anmelden usw. Also nicht darum, es stundenlang irgendwo stehen zu lassen. Dafür habe ich ein kleines Kabel-Zahlenschloss von Axa (46gr, von Abus gibt es ein ähnliches). Sollte es dann trotzdem mal geklaut werden, habe ich es übrigens ausreichend (über meine Hausratversicherung) versichert. Mit "Brille" meine ich eine Lesebrille. Leider sind meine Augen nicht mehr so gut, dass ich jede Kleinigkeit noch lesen oder erkennen kann. Manchmal besteht aber die Notwendigkeit dafür. Genau für solche Gelegenheiten habe ich immer eine faltbare Lesebrille (34gr) dabei. Fündig geworden bin ich in einem der KODI-Läden (Foto). Für 4,99€ zudem noch inkl. Etui recht preiswert. [/bt_spoiler][bt_spoiler title="Geldbörse und ein Päckchen Tempos" icon="list-alt"]Ein wenig Bargeld, ein Kärtchen mit meinem Namen und Adresse sowie der Telefonnummer meiner Frau und meine Scheckkarte habe ich in einer winzig kleinen und flachen Geldbörse (36gr) dabei. Auch ein kleines Päckchen Papiertaschentücher (11gr) hat sich für den Notfall schon mehrmals für diverse Zwecke als hilfreich erwiesen.[/bt_spoiler][bt_spoiler title="Getränk und Riegel" icon="list-alt"]Ich denke, darüber brauche ich nicht viele Worte zu verlieren. Da hat jeder so seine einigen Favoriten.  [/bt_spoiler][/bt_accordion]

Anscheinend wird es in Zukunft in dieser Hinsicht auch noch eine eierlegende Wollmilchsau geben. Auf der Sea Otter 2017 wurde ein sog. EDC-Tool von OneUp Components vorgestellt, das Multitool, Reifenheber, Kettennieter und Pumpe enthält und im Gabelschaft untergebracht wird. Da bin ich ja mal auf den ersten Test gespannt.

 

Wie kann ich es transportieren?

Wie kann ich es transportieren

Nachdem ich mein Minimum-Equipment (mehr ist natürlich immer möglich) festgelegt habe, geht es in diesem Abschnitt darum, wie ich es denn eigentlich mitnehmen kann.

Rucksack:
Es spricht natürlich nichts dagegen, weiterhin einen Rucksack mitzunehmen. Da das Equipment nun gewichtsoptimiert und auf das notwendigste reduziert ist, kann natürlich auch der Rucksack selbst kleiner und somit auch leichter gewählt werden. Camelbak zum Beispiel hat da so einiges im Angebot, beginnend mit ca. 150gr für den HydroBak. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit den Rucksäcken von Osprey gemacht. Aber es gibt ja noch eine Vielzahl von anderen Herstellern. Tipp: Schaut bei eurer Suche auch mal bei den Laufrucksäcken nach.

Hüfttaschen:
Wie ich in der Einleitung schon schrieb, waren die beiden Testberichte auf MTB-News (Source Hipster und Evoc Hip Pack) ausschlaggebend dafür, dass ich mir überhaupt nochmal Gedanken gemacht habe. Mittlerweile bin ich noch auf einige andere Empfehlungen und Testberichte gestossen, die ich für alle, die es näher interessiert, einfach mal verlinke:

Sattel-/Rahmentaschen
Ich nähere mich so langsam dem Thema "am und im Bike". Manche werden jetzt sagen: "Da bemühe ich mich, mein Bike gewichtsmäßig auf ein Minimum zu reduzieren und dann erhöhe ich das Gewicht wieder, indem ich Gegenstände daran befestige." Stimmt! Andere vertreten die Auffassung: "Jedes Gramm, das ich nicht am Körper mit mir rumtragen muss, ist mir lieber." Stimmt auch! Wie ihr lesen könnt, ist das eine sehr individuelle Entscheidung, die jeder für sich treffen muss.

Diejenigen, die ein Specialized (mit Carbon-Rahmen) fahren sind fein raus, denn Specialized hat vor kurzem ein sogenanntes SWAT-Fach im Rahmen integriert. Einfach genial! Alle anderen brauchen eine Sattel- oder Rahmentasche. 

Flaschenhalter:
Sofern euer Rahmen das erlaubt, empfehle ich die Montage eines Flaschenhalters. Gründe dafür habe ich schon in der Einleitung erläutert. Der Flaschenhalter hat aber noch einen weiteren Vorteil, denn er ermöglicht es, in vielen Fällen auch noch eine Pumpe seitlich zu befestigen.

Update 8.12.2018: Einen ganz besonderen Flaschenhalter hat syncros vor kurzem vorgestellt. Hier findet ihr die Produktvorstellung bei MTB-News.de.

sonstige Möglichkeiten:
zum Transport am/im Bike habe ich noch ein paar weitere Tipps. 

  • Isolierband. Damit können Gegenstände wie Pumpe, Ersatzschlauch oder weitere Gegenstände am Bike befestigt werden.
  • Kettenschloß. Sollte unterwegs mal die Kette reißen, braucht ihr einen Kettennieter und ein Kettenschloß. Leider gehört normalerweise zu jeder Kette ein dazu passendes Kettenschloß. Ihr könnt also ein Sram-10fach-Schloß nicht bei einer Sram-11fach-kette verwenden. Das musste ich vor kurzem selbst leidvoll feststellen. Seitdem habe ich das zum jeweiligen Bike passende Kettenschloß mit Isolierband an einer Zugaußenhülle befestigt.
  • Sondertipp für Levo-Fahrer wie mich. Wenn ihr den Akku rausnehmt, ist oberhalb des Akkus im Rahmen ein ziemlich großer Hohlraum. Den nutze ich für Ersatzschlauch, Reifenheber, Kettennieter und Ersatz-Schaltauge.

am Biker:
Da bieten sich zuallererst mal die Trikottaschen an. Viele lieben eher weitere geschnittene Shirts. Diese haben aber oft keine Trikottaschen. Auch für diese Biker gibt es aber einige Möglichkeiten. Sofern ihr mit Baggys unterwegs seid und nicht nur die engen Bibs tragt, haben diese oft Taschen, in denen ihr das eine oder andere unterbringen könnt. Es gibt aber neuerdings auch Bibs mit Taschen. Da habe ich die Specialized Liner Bib (Video (englischsprachig)), eine von Pearl Izumi und die Race Face Stash Bib Short entdeckt. Für die Bikerinnen bin ich bei Specialized und Race Face fündig geworden (leider mit weniger Möglichkeiten als bei der Herrenversion). Die Bikerinnen (aber natürlich auch die Biker) könnten stattdessen wieder bei Race Face fündig werden. Race Face bietet ein Unterhemd mit Taschen an und das gibt es sowohl in einer Männer- als auch in einer Frauen-Version. Einen Dauertest dazu könnt ihr im Enduro Mountainbike Magazin lesen.

Und zum guten Schluß möchte ich euch noch auf ein Utensil hinweisen, das es schon seit vielen Jahren gibt, nämlich den guten alten Brustbeutel, der es natürlich auch ermöglicht, Kleinigkeiten wackelfrei mitzunehmen.

Ergänzung vom 6.2.18: 

Ich teste seit einigen Wochen einen sogenannten "Laufgürtel". Das ist ein elastischer Textil-Schlauch mit einigen Öffnungen, der um die Hüften getragen wird. Es ist quasi ein Ersatz für Trikot- oder Hüfttaschen. Bisher bin ich sehr zufrieden damit. Auf dem Foto könnt ihr sehen, was alles bei mir in den Laufgürtel reinpasst. Und da ist sogar noch 1 Fach von 4 frei, das ich für Riegel & Co. nutze. 

(Brille, Schloß, Geldbörse, Scheckkarte, Notfall-Regenjacke, Taschentücher und sogar ein 10Liter-Rucksack, falls ich mal von unterwegs aus etwas mehr nach Hause transportieren möchte)

Gegenüber Trikottaschen hat ein Laufgürtel folgende Vorteile:
• man kann auch Trikots ohne Trikottaschen tragen
• zieht das Trikot nicht durch die Schwere des Inhalts nach unten
• nichts wackelt
• leichtes Erreichen der einzelnen Fächer durch Drehen des Gürtels möglich
• verschmutzt nicht so schnell, da das Trikot i.d.R. drüber getragen wird
• man braucht die einzelnen Sachen nicht jedes Mal zusammensuchen und vergisst nichts
• kann einzeln gewaschen werden.

Wo so viel Licht, gibt es aber auch etwas Schatten. Es hat sich herausgestellt, dass sich die Nähte an den Öffnungen leicht lösen und die Gegenstände im Gürtel die Neigung haben, zu wandern. Deshalb habe ich meine Frau um Hilfe gebeten. Sie hat die Öffnungen mit einer Naht am weiteren Ausfransen gehindert (in rot) und den Gürtel durch jeweils eine Quernaht in 4 einzelne Segmente unterteilt.  

Und so sieht es in der Praxis aus:

Die Fotos (beim Klick auf ein Foto öffnet sich eine größere Ansicht).

Ein Laufgürtel ist in verschiedenen Farben und Breiten erhältlich. Meiner ist in etwa so hoch wie eine Scheckkarte breit ist. Gekauft habe ich ihn für ca. 10€ bei Amazon. Eine Suche nach Laufgürtel bei Amazon liefert eine Vielzahl weiterer Ergebnisse.

 

meine persönliche(n) Lösung(en)

meine persönliche(n) Lösung(en)

(aktualisiert am 6.2.18) Ich selbst habe derzeit 2 Bikes. Einmal ein Specialized Levo und ein Canyon Nerve. Wo ich an welchem Bike mein Equipment untergebracht habe, könnt ihr in dieser Tabelle sehen.

  Levo Nerve
Schlauch Schlauch wurde durch
tubeless-Reparaturkit ersetzt
unter dem Oberrohr
Reifenheber im Unterrohr unter dem Oberrohr
Pumpe Pumpe durch CO2-Patrone(n) ersetzt am Flaschenhalter
Kettennieter im Unterrohr in Trikottasche 
Kettenschloß  im Unterrohr an Zug geklebt
Geld Laufgürtel Laufgürtel
Multitool am Flaschenhalter am Flaschenhalter
Brille  Laufgürtel Laufgürtel
Riegel  Laufgürtel Laufgürtel
Getränk 1-Liter-Flasche 600-ml-Flasche
Taschentücher  Laufgürtel Laufgürtel
Schloß Laufgürtel Laufgürtel
Notfall-Regenjacke Laufgürtel Laufgürtel
10Liter-Rucksack Laufgürtel Laufgürtel

Bei mir ist es also eine Mischung von am/im Bike und am Körper geworden. Um es nochmal zusammenzufassen: Vor Beginn der Fahrt brauche ich wenn ich das Levo nehme, nur den Laufgürtel überzustreifen, beim Nerve kommt noch der Kettennieter dazu.

 

Fazit

Fazit

Nachdem ich jetzt schon einige Wochen ohne Rucksack oder ähnlichem unterwegs bin, kann ich euch sagen, dass die Freiheit die durch das Fahren ohne Rucksack entsteht, süchtig macht. Ich brauche das ganze Zeug nicht den Berg hoch zu schleppen, da schlackert nichts auf dem Rücken hin und her, nichts beeinträchtigt meine Balance (außer meinem eigenen Gleichgewichtsgefühl ;-) ) und ein verschwitzter Rücken gehört der Vergangenheit an. Und vermisst habe ich bisher noch nie etwas.

 

 

 
 

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