erstellt am 16.07.2018, Locus-Version 3.31.3

Grundsätzlich gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten Tracks nachzufahren. Bisher habe ich ausschließlich Möglichkeit 1 genutzt, Möglichkeit 2 habe ich erst vor kurzem entdeckt.

Möglichkeit 1 - Track nachfahren

1. Ihr lasst euch den Track auf der Karte anzeigen (siehe dazu GPS & Co. - Locus - Tracks laden und verwalten) und zoomt so weit rein, wie es für euch angenehm erscheint

2. Euer derzeitiger Standort wird als Pfeil auf der Karte angezeigt (erst bei Bewegung sichtbar) und wird bei Bewegung mitgeführt. (= Bild 1)

3. Ihr achtet darauf, dass der Pfeil immer auf der Linie bleibt. That's it.

Wenn ihr vergessen habt, welche Fahrtrichtung (mit oder gegen den Uhrzeigersinn) vorgeschlagen ist, bietet Locus ein sehr schönes Feature. Tippe ich den Track in der Kartenanzeige an, ändert sich die Farbe und es werden Richtungspfeile angezeigt (= Bild 2). Ein Tap neben den Track schaltet wieder um.

Außerdem wird ein Info-Popup eingeblendet und das hat es in sich.
In der 1. Zeile wird der Name des Tracks angezeigt.
In der 2. Zeile von links nach rechts: Nummer des Trackpoints, Kilometer ab Start, Kilometer bis zum Ziel
In der 3. Zeile von links nach rechts: Höhe über 0, noch zu fahrende Höhenmeter bergab, noch zu fahrende Höhenmeter bergauf

So könnt ihr während der Fahrt mit nur einem Tap auf den Track in der Nähe eures Standorts angezeigt bekommen, wieviele Kilometer, bzw. Höhenmeter noch vor euch liegen und wieviel ihr schon absolviert habt. Tippt ihr auf den Winkel rechts im Popup, öffnet sich ein weiteres Menü (Bild 3). Ein Tap auf "Höhendiagramm anzeigen" zeigt euch genau dieses (Bild 4). 

Eine weitere schöne Möglichkeit, um sich die Fahrtrichtung anzeigen zu lassen, ist die Darstellung des Tracks im Pfeil-Design. Das geht so (und zwar für den gesamten Ordner oder einzelne Tracks): Im Fenster "Linienstil" markiert ihr das Kästchen vor "Muster" und klappt die Auswahlbox darunter aus (Bild 1). In der Auswahlbox dann runterscrollen. Am Ende der Liste tauchen 3 Linienstile im Pfeil-Design auf (Bild 2). Einen davon auswählen, ich habe mich für "Pfeile 3" entschieden. Das Fenster "Linienstil" sieht dann so aus wie im Bild 3. Ihr könnt jetzt noch etwas mit den Einstellungen unter "Modus", "Farbe" und "Breite" herumspielen, bis ihr eine für euch passende Ansicht gefunden habt. Zum Abschluss speichern nicht vergessen. Im Bild 4 könnt ihr sehen, wie der Track dann auf der Karte dargestellt wird. Diese Ansicht hat folgende Vorteile:
1. Direkt wenn ihr beginnt, den Track nachzufahren könnt ihr sehen, in welche Richtung es geht.
2. Wenn Streckenteile doppelt befahren werden oder sich kreuzen (der Track also nicht crossfree ist) könnt ihr in vielen Fällen besser erkennen, wo es langgeht. Im Bild 4 könnt ihr sehen, dass es zunächst nach links geht und beim Rückweg der Track "von schräg oben rechts" kommt. 

 

Möglichkeit 2 - Route nachfahren

Wer den Unterschied zwischen Track und Route nicht kennt, kann das im Locus-Benutzerhandbuch nachlesen. Den Unterschied kannte ich zwar, war aber bisher davon ausgegangen, dass ich Routen extra planen muss und das ziemlich aufwändig ist, weil bei jeder Abzweigung ein Wegpunkt mit einer Navigationsanweisung gesetzt werden muss. Was ich nicht auf dem Schirm hatte, war, dass Locus einen Track in eine Route konvertieren und dann automatisch die Navigations-Kommandos entlang der Route bei den markantesten Richtungsänderungen erzeugt. Mit anderen Worten, ich brauche mich beim Laden und Verwalten der Tracks nicht umzustellen und kann beim Nachfahren entscheiden, ob ich lieber Möglichkeit 1 oder Möglichkeit 2 wähle.

Bei Locus heisst diese Möglichkeit "Navigation entlang einer Route". Es gibt auch noch "Zielführung entlang einer Route". Zum Nachfahren von Tracks ist aber nur die Navigation geeignet. Wer tiefer ins das Thema einsteigen möchte, findet im Locus-Handbuch die Informationen

Was muss ich denn tun, um eine Route nachzufahren?
1. Im Locus-Datenmanager einen Track auswählen (Bild 1)

2. Track antippen, um das Detailfenster anzuzeigen (Bild 2)

3. Auf die Navigations-Schaltfläche in der unteren Bedienleiste tippen (Bild 2, orange umrandet)

4. im nächsten Fenster Navigation wählen (Bild 3)

Wenn ihr auf das Zahnradsymbol (in Bild 3 orange umrandet) tippt, landet ihr auf der Einstellungsseite für die Navigation. Hier könnt ihr unter anderem auch die Track-Farbe und -Breite in der der Track auf der Karte angezeigt wird, wählen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich benachrichtigen zu lassen, wenn die zu navigierende Route verlassen wird - entweder durch eine Audio-Mitteilung (diese informiert über Richtung und Entfernung zum nächsten Routen-Punkt), oder durch eine Tonfolge, einen Beep oder Vibration. Dort habt ihr übrigens auch die Möglichkeit, die Bedingungen einzustellen, bei der die Route neu berechnet wird. Ich habe das mal probiert und bin zu der Entscheidung gekommen, keine automatische Neuberechnung durchführen zu lassen, weil die Vorschläge für das neue Routing einfach nur Mist waren, egal was ich dort einstellte. Da suche ich mir lieber selbst den Weg zurück zur Route. Auch beim "Selbersuchen" bietet Locus übrigens eine schöne Hilfe. Lest mal im nächsten Abschnitt "Außerhalb des Tracks starten" weiter.

Sobald ihr Navigation gewählt habt, wechselt die Ansicht zurück auf den Hauptbildschirm. Die beiden auffälligsten Änderungen sind der sogenannte "Abbiegeindikator" (der Entfernung und Richtung der nächsten und übernächsten Richtungsänderung anzeigt) oben links + 2 weitere Felder (auf dem Screenshot 17,9km bis zum Tour-Ende und 17,1 km/h), deren Inhalt durch Antippen geändert werden kann, sowie der Richtungspfeil auf dem Track (in weiß, blau umrandet). Im Abbiegeindikator könnt ihr erkennen, dass es bis zur Ecke noch 696 Meter sind und ich dort links abbiegen soll. Außerdem zu sehen, dass ich nach weiteren 237 Metern rechts abbiegen soll (ausführliche Infos im Locus-Handbuch) (Bild 1).

Tippt ihr auf den "Abbiegeindikator" öffnet sich ein Menü. Auch hier habt ihr wie im Info-Popup beim Track (siehe weiter oben) die Möglichkeit, unter "Routendetails" das Höhenprofil (Diagramm) anzeigen zu lassen. Ansonsten findet ihr hier die Schaltfläche, um die Navigation zu beenden (Bild 2).

Auf Bild 3 könnt ihr übrigens erkennen, dass ich von der Route abgewichen bin und es bis zum Track 773m Luftlinie sind. Ihr könnt das so einstellen, dass Locus immer die Luftlinie zum am kürzesten entfernten Wegpunkt des Tracks anzeigt. Damit ist das Zurückkehren zum Track nach einer Abweichung dann ein Stückchen einfacher.

Probiert einfach mal aus, ob euch Möglichkeit 1 oder Möglichkeit 2 besser gefällt. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Mir persönlich gefällt an der Navigation besonders, dass damit auch an Kreuzungen oder doppelt gefahrenen Streckenteilen klar ist, wohin es geht. Denn für den nächsten Punkt wird ein Pfeil angezeigt.

 

Außerhalb des Tracks starten

Häufiger kommt es vor, dass ihr nicht sofort auf dem Track seid, sondern zuerst mal dort hin müsst. Wie ich vorher schon schrieb, überzeugen mich Routingvorschläge, egal von welcher App sie stammen, überhaupt nicht und glaubt mir, ich habe mittlerweile einige Apps und Programme getestet. Trotzdem ist ein Routing durch Locus möglich. Wer also absolut nicht drauf verzichten möchte, greift auf die Locus internen Lösungen (Infos im Handbuch) oder eine andere App zurück. 

Ich empfehle, euch selbst den Weg zu suchen. Locus hilft euch mit der sogenannten "Zielführung", mit der euch die Richtung und jeweilige Entfernung laufend angezeigt wird. Ihr könnt dann vor Ort entscheiden, ob Wege fahrbar sind oder nicht.
Wenn ihr "Route nachfahren" aktiviert (Möglichkeit 2) zeigt Locus euch die Zielführung zum nächstgelegenen Routenpunkt mit Richtung und Entfernung (Bild 1) automatisch an. Solltet ihr euch für "Track nachfahren" (Möglichkeit 1) entscheiden, müsst ihr die Zielführung dorthin selbst aktivieren. Und das geht so:

1. Ihr sucht auf der Karte den nächstgelegenen Punkt des Tracks und haltet in dessen Nähe den Bildschirm gedrückt

2. es öffnet sich ein Popup-Menü. Hier den Pfeil-nach-rechts tippen (Bild 2). Es öffnet sich ein weiteres Menü. Dort dann "Zielführung ein" wählen. (Bild 3)

3. Die Zielführung wird wie bei "Route nachfahren" angezeigt (Bild 4). 

Track aufzeichnen

Zum Schluß möchte ich noch zeigen, wie eine Fahrt aufgezeichnet und gespeichert wird. Ich habe die Trackaufzeichnung so eingestellt, dass ich sie manuell starten muß. Man kann das auch auf "automatisch" stellen. Dann wird nach dem Start von Locus sofort mit der Trackaufzeichnung begonnen. Den Start der Aufzeichnung kann ich, ihr ahnt es vielleicht, mal wieder auf verschiedene Arten starten. Wieder geht der Weg über das Hauptmenü (Bildschirm doppelt tappen, dann 3 waagerechte Striche), dann auf "Trackaufzeichnung" (= Bild 1). Alternativ könnt ihr auch in der oberen Funktionsleiste auf die Schaltfläche ganz rechts tappen. Darauf öffnet sich das Trackaufzeichnungsfenster (= Bild 2). Ein Tap auf die grüne Schaltfläche mit dem Dreieck startet die Aufzeichnung. Mit der roten Schaltfläche mit Quadrat wird die Aufzeichnung beendet, die orange mit den beiden senkrechten Strichen pausiert sie. Die blaue Schaltfläche habe ich selbst noch nicht ausprobiert. Deswegen kann ich euch dazu nichts sagen.

Ich persönlich habe mich entschieden, den Track nach Beendigung automatisch speichern und zu meiner Dropbox exportieren zu lassen (Infos im Handbuch). Wenn ihr das nicht möchtet, öffnet sich nach Beendigung der "speichern"-Dialog (= Bild 4). Hier könnt ihr u.a. der Datei noch einen aussagekräftigen Namen geben. Ein Tap auf "speichern" (unten rechts) speichert den Track auf dem Smartphone. Wenn man den Track dann noch in seine Dropbox oder seinen Google Drive exportieren möchte, damit er überall (wo man auf die Cloud zugreifen kann) zur Verfügung steht, müsst ihr folgendermaßen vorgehen. Nach der Speicherung öffnet sich das Info-Fenster (= Bild 5). Ganz unten rechts gibt es einen nach oben gerichteten Winkel. Wenn ich den antappe, öffnet sich ein Menü, in dem ich u.a. Export auswählen kann (= Bild 6). Im "Daten exportieren"-Bildschirm (= Bild 7) kann ich dann u.a. den Export-Pfad angeben und das kann dann eben auch die Dropbox sein. Ein Tap auf "Export" speichert den Track dann in der Dropbox/Google Drive. Genau so funktioniert das übrigens auch, wenn ihr das über den Locus-Datenmanager (Ordner "Aufgezeichnet) macht.

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Bei der Track-Anzeige und -Aufzeichnung kann es immer mal zu kleineren Abweichungen zwischen der Darstellung auf der Karte und dem Track kommen. Verantwortlich dafür ist zum einen die Qualität des im Gerät verbauten GPS-Empfängers, aber auch die Genauigkeit des GPS-Signals. GPS ist ja satellitengestützt und auf die große Entfernung zwischen GPS-Gerät und Satelliten sind Abweichungen, die sich meist im Rahmen von 5-10 Metern bewegen, völlig normal. Hinzu kommen natürlich auch noch äußere Einflüsse. So kann die Verbindung zwischen Gerät und Satelliten z.B. durch dichten Wald oder Schluchten beeinträchtigt sein. Auf den beiden folgenden Bildern habe ich mal an 2 Stellen verdeutlicht, wie Abweichungen aussehen können (in rot die Aufzeichnung des BV 5000 und in gelb die eines Garmin Edge 705).

Weitere Locus-Artikel auf meiner Homepage:

GPS & Co. - Locus - Installation und Einstellungen

GPS & Co. - Locus - Tracks laden und verwalten