Gestern fiel mir ein, dass ich schon lange nicht mehr die MTB-Routen in der Parkstadt Limburg, die der MTB-Club Discovery angelegt hat und auch pflegt inspiziert habe. Mal schnell im Forum gefragt, wer denn Zeit und Lust hat mitzufahren. Der einzige zu Hause verbliebene Urlauber, der sich meldete, war Joe.

Ihr wisst, Parkstadt Limburg liegt südwestlich von Dremmen, Joe wohnt in Overhetfeld in der Nähe von Brüggen, schlappe 26 Kilometer von Dremmen entfernt. Er könnte natürlich auch mit dem Auto zu mir kommen, aber das ist lt. Aussage Joe nur unwesentlich schneller, da es keine vernünftig schnelle Verbindung gibt. Also, langer Rede kurzer Sinn, Joe ist, wie meistens mit dem Bike gekommen. Sein Rekord liegt knapp über 1 Stunde für die 26 Kilometer. Heute auf dem Rückweg wollte er versuchen, ihn unter die Stunde zu drücken. Bis jetzt weiß ich nicht, ob er es geschafft hat.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema. Unsere heutige Runde von Dremmen aus inklusive der 23 Kilometer langen Route 2 war 70 Kilometer lang, für Joe also mal gute 120 Kilometer. Meine Hochachtung, Joe. Wir haben Teile der Route 1 genutzt, um zum Route-Splitsing Route 1/Route2 zu kommen. 

 

 

Durch einen schönen Kiefernwald mit ein paar kurzen, aber knackigen Anstiegen und ein paar kurzen Asphaltpassagen erreichten wir ein Wäldchen in der Nähe von Eygelshoven. Dort befinden sich ebenfalls einige schöne Trails. Das Waldstück endet mit einem tollen Anlieger. Weiter geht es über Sandwege, Asphalt und Trails zum Fuß der Halde Snowworld. Ehe wir hoch durften, galt es noch einige ziemlich ausgefahrene Trails jenseits einer Asphaltstraße zu meistern. Dann ging es die Halde hoch.

 

 

Ich kannte noch die Variante "steil und kurz hoch" und dann "steil und kniffelig runter". Dort hatten die Discovery-Mitglieder die Streckenführung erheblich geändert. Es gab mehrere Varianten und insgesamt war der Aufstieg auch länger geworden (auch dadurch, dass bisher gewonnene Höhenmeter auf halber Strecke wieder vernichtet werden). Mir hat der geänderte Uphill besser gefallen. Schließlich stießen wir auf eine Markierung, die uns geradeaus die Möglichkeit bot, einen Wurzel-Downhill oder eine Halfpipe abwärts zu nutzen oder zum "top of the mountain" zu klettern.

 

 

Wir wollten natürlich zunächst mal die Aussicht genießen. Allerdings muß man das entlang der Seitenwand der Skihalle mit Steigungsprozenten um die 20% bezahlen (obwohl es gar nicht so aussieht). Dafür wird man mit einer grandiosen Weitsicht belohnt.

 

 

Der Downhill vom höchsten Punkt lt. Wegweisern führte uns dann entgegen unseren Erwartungen nicht mehr zu Wurzel-Downhill/Halfpipe, sondern auf nicht ganz vergleichbar interessanten Trails wieder zum Fuß der Halde. Dort gibt es jetzt um die Sportanlagen herum einige neue Trails inklusive Northshore-Elementen (u.a. mit Wippen) und einem Rock-Garden. Sehr schön für die, die so etwas mögen.

 

 

Der Rest der Route war mir bis auf ein kurzes neues Stück bekannt. Wir wurden durch 3 kleine Waldstücke mit vielen interessanten Trails geführt.

 

 

 

Fazit: Die Route 2 gehört sicherlich zu den interessantesten Runden in unserer Region. Sehr abwechslungsreich mit sehr, sehr vielen Trails. Die ca. 500 Höhenmeter und die ständig notwendige Achtsamkeit machen sie auch ziemlich anstrengend. Joe vertritt in diesem Punkt allerdings eine etwas andere Auffassung, wie ihr in seinem Statement auf MTB-Heinsberg.de nachlesen könnt. Vielleicht liegt unsere unterschiedliche Wahrnehmung aber auch daran, dass ich anscheinend einen gebrauchten Tag erwischt habe.

Vielen Dank nochmal an die Mitglieder von Discovery. Es macht wirklich sehr viel Spaß eure Routen zu befahren. Achja, noch etwas was mir und anscheinend auch Discovery wichtig ist. Ins Deutsche übersetzt steht sinngemäß auf dem Schild: MTBler, gebt Wanderern den Vortritt!

 

 

Wer sich gerne weitere Bilder ansieht, bitteschön: