Ein Blick in die Vergangenheit

RGSeit mittlerweile über 20 Jahren fahre ich Mountainbike. Wie alles begann und einige persönliche Infos habe ich in dem Artikel "Wie alles begann" geschildert. Wer auf meiner Seite weiter herumstöbert, wird entdecken, dass es dort auch eine Kategorie "GPS & Co." gibt. Dass beides ganz gut zusammen passt, dürfte nicht so sehr verwunderlich sein. Ich kann mich übrigens noch an Zeiten erinnern, in denen es noch kein GPS gab, ich mit Karten im Rucksack unterwegs war und mich über jede Wegmarkierung gefreut habe.

2020-Reinhard auf dem BikeMeine ersten Gehversuche mit GPS habe ich mit einem Garmin-Gerät ohne Kartendarstellung unternommen. Als die ersten Geräte mit Karten auf den Markt kamen, musste man nicht nur für das Gerät sondern auch für die Karten ganz schön tief in die Tasche greifen. Sie waren nicht sehr detailreich und die jährlichen Updates kosteten schnell mal 100 €.

Auf der Suche nach Alternativen bin ich auf Openstreetmap gestoßen, habe mich dort 2011 angemeldet und die Openstreetmap-Karten zuerst zur Planung und Verwaltung meiner Touren mit Garmin Mapsource und später mit basecamp und unterwegs auf meinem inzwischen gekauften Garmin Edge 705 genutzt.

Von den Garmin Geräten bin ich vor Jahren zur Navigation unterwegs auf ein Smartphone umgestiegen. Diese Lösung nutze ich noch heute zu meiner vollsten Zufriedenheit. Über die Gründe meines Wechsels habe ich 2015 einen Artikel verfasst.

So kam ich zum Mappen mit Openstreetmap

osm logoIrgendwann wuchsen dann auch die Ansprüche an das Kartenmaterial und ich entdeckte darüber hinaus auch einige Fehler. Schnell wurde mir klar, dass ich in Openstreetmap selbst dazu beitragen kann, dass die Karte immer besser wird und damit nicht nur ich, sondern auch viele andere davon profitieren. So begann ich in den letzten Jahren im verstärktem Maß selbst zu mappen, also Informationen zu ändern oder hinzuzufügen.

So mappe ich aktuell

Mein Schwerpunkt dabei ist vor diesem Hintergrund eigentlich klar. Es ist das Kartieren von Wegen und Pfaden außerhalb des bebauten Gebiets mit dem Fokus auf MTB:scale. MTB:scale bedeutet, dass man auf der Karte die Tauglichkeit und den Schwierigkeitsgrad der Pfade für das Befahren mit dem Mountainbike erkennen kann. Meistens erkunde ich zuerst mit dem Bike die Gegend und erfasse Änderungen mit dem OSMTracker als Sprach-Wegepunkt sowie einer GoPro mit georeferenzierten Bildern. Zu Hause am PC nutze ich dann in den weitaus meisten Fällen JOSM, einen Openstreetmap-Editor, zur Erfassung.

Mit JOSM kann ich dann noch ein weiteres Lieblings-Tätigkeitsgebiet von mir einsetzen und das sind (im weitesten Sinn) Programmiersprachen. Für meine Webseite habe ich mir mittlerweile grundlegende Kenntnisse in html und css angeeignet und die kann ich auch in JOSM bei der Erstellung von individuellen Presets (Voreinstellungen) oder Views (Kartenansichten) mit xml, bzw. mapcss einsetzen.

Hier könnt ihr sehen wo ich bisher überall gemappt habe:

http://www.yosmhm.neis-one.org/?reigi

Und hier gibt es einige statistische OSM-Daten über mich:

https://hdyc.neis-one.org/?reigi 

Diese Software nutze ich zusätzlich

Zur Verwaltung und Planung meiner GPS-Tracks nutze ich statt basecamp seit einiger Zeit QMapShack.  Diese Software setze ich auch beim Mappen in OSM zur Unterstützung ein. Auf meinem Android-Phone habe ich von Beginn an die fantastische App Locus Map installiert und der OSMTracker hilft mir beim Mappen unterwegs.

 

Wer sich jetzt auch einmal mit dem Thema beschäftigen möchte, findet bei LearnOSM eine erste Einführung.

Fazit

ich finde es toll, dass ich in dieser Konstellation viele meiner Hobbies kombinieren kann und immer neue Ansätze finde, meinen Wissensdurst zu stillen.