DSC00054Thomas K. hat sich am 18.10.2009 ganz alleine auf den Weg gemacht, um an der Bokkerbaggertocht in Valkenburg im Limburgse Heuvelland, einem seiner Lieblingsreviere, teilzunehmen. Seine Eindrücke schildert er in der folgenden Mail an mich.

hier mein Kurzbericht aus Valkenburg:

Als ich in Valkenburg ankam, begrüßte mich Nebel bei +1°C.  Die Wiesen waren alle weiß.  Insgesamt waren relativ wenig Teilnehmer bei der CTF.  Während die Teilnehmer in Horst in 3 Schlangen anstanden, konnte ich in Valkenburg ohne zu warten direkt einschreiben.  Um 8:32 war ich auf der Strecke.

Der Einstieg war der selbe wie im Vorjahr.  Erstmal eine nette Abfahrt um ein paar km weiter den selben Hügel in einem steilen Anstieg wieder hochzukurbeln.  DSC00055Danach ging es über einen Wiesentrail und eine schnelle Abfahrt in Richtung Maastricht.  In dem darauf folgenden Schotteranstieg habe ich mir einen spitzen Stein in den vorderen Reifen gefahren.  Nach nur 9 km konnte ich den Schlauch wechseln :-(  Das hatte aber den Vorteil, dass ich mir die Fahrer die es dann später zu überholen galt in Ruhe anschauen konnte :-)   Nach nur 14 km war dann auch schon die erste Verpflegungsstation, die an der selben Stelle wie im Vorjahr aufgebaut war.  Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber weder Hunger noch Durst und bin durchgefahren: großer Fehler!  Denn die zweite Pause an der selben Stelle war dann erst wieder bei km 50!  Ab der Pause war der Streckenverlauf dann ganz anders als im Vorjahr aber durch unsere zahlreichen Ausflüge ins Heuvelland zum Teil bekannt.  Es war halt das typische auf und ab in der wunderschönen Landschaft (von der ich aber nicht viel mitbekommen habe).  Erstens gab es doch irgendwie immer Fahrer an denen man dran bleiben oder überholen wollte und zweitens waren die Trails extrem schlammig und rutschig.  Daher kann ich auch leider nicht mit vielen Bildern dienen.  Immerhin habe ich aber drei Bilder gemacht.  Das "sonnige" Bild ist aber für das heutige Wetter nicht repräsentativ.  Es war fast die ganze Zeit nebelig.  Zwischendurch fielen sogar einmal ein paar Tropfen.  Trotzdem sind auf meiner inneren Festplatte zahlreiche Bilder eingebrannt.  Die Stimmung im Nebel die Trails lang zu heizen war schon etwas besonderes.  Relativ kurz nach dem "sonnigen" Bild kam ich an eine Stelle, wo der Wind den kalten Nebel aus dem Tal über den Höhenzug blies.  Einige Wanderer standen dort staunend mit aufgerissenem Mund.  Ich musste aber weiter, schließlich galt es an dem Spazierstock dran zu bleiben, der mich kurz vorher in einem Anstieg überholt hatte ;-)   Die zweite Verpflegung bin ich dann auf Reserve angefahren.  Laut Tacho waren es nur noch 15km bis zum Ziel.  Zur Orientierung habe ich mir auf der ausgehangenen Karte den Rest der Strecke angesehen. Damit war ich vorgewarnt.  Die Streckenplaner haben sich dieses Jahr ein Zückerchen für den Schluss aufgespart :-)   Luftlinie etwa 100 Meter vom Ziel entfernt ging es nochmal auf einer schnellen Asphaltabfahrt ganz runter in Richtung Valkenburg.  Zur Orientierung:  Du erinnerst Dich an die Meerssen-Schleife die zunächst ab Valkenburg unten an den Höhlen vorbei geht um dann links quasi in den Berg abzubiegen? DSC00056 Diesen Höhenzug ging es dann auf den letzten km noch ein paarmal rauf und runter.  Und da waren Anstiege bei, die mancher auf den ersten km abgestiegen wäre.  Und so kam es wie es kommen musste.  Hier haben die Fahrer reihenweise aufgeben müssen.  Zur Veranschaulichung hänge ich Dir mal das Höhenprofil an.  Speziell der letzte Anstieg hatte psychologische Wirkung.  Man dachte eigentlich das war es jetzt aber endlich und konnte einen hübschen Trail mit leichtem Gefälle runter rollen.  Die Jungs vor mir dachten wohl auch an Endspurt.  Den 25-30% Anstieg der folgte konnte man nicht einsehen, da er hinter einer Spitzkehre lag.  Als ich oben aus dem Wald gespuckt wurde bin ich auf Asphalt weiter im kleinsten Gang gefahren weil ich völlig ausgepowert war.  Ab dort war dann aber nur noch ausrollen auf Asphalt bis zum Ziel angesagt.  Die Temperaturen haben sich im Laufe der Tour nicht dramatisch verändert.  Im Ziel waren es 4,5°C.
Bilanz: 66km mit 1.150 Hm in 3:11  Obwohl ich ein paar mal überholt worden bin, war ich im inneren Gleichgewicht und bin mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder nach Hause gefahren (mit dem Auto ;-) Inzwischen ist das Rad wieder sauber, die Vorräte wieder aufgefüllt aber die Erinnerungen noch im Kopf.  Wahrscheinlich werde ich gut schlafen :-)   Und nächste Woche geht es nach Plasmolen die nächste Portion Endorphine abholen.

Gruß
Thomas

P.S.  Heute Morgen auf dem Weg nach Valkenburg habe ich mich gefragt, ob ich mir vor 5 Jahren hätte vorstellen können Sonntag Morgens um 7:30 Uhr unterwegs zu sein, nur um bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Rad zu fahren.  Wahrscheinlich nicht.  Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass es anders ist :-) {mosimage cw=200}

Seinen Track könnt ihr hier runterladen.